20:36 17 Dezember 2017
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    Angeblicher Öl-Deal Russland-Iran: USA drohen Sanktionen an

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    Das Weiße Haus in Washington zeigt sich besorgt über Medienberichte, laut denen Russland und der Iran ein Öl-Abkommen planen, und stellt Sanktionen in Aussicht.

    Das Weiße Haus in Washington zeigt sich besorgt über Medienberichte, laut denen Russland und der Iran ein Öl-Abkommen planen, und stellt Sanktionen in Aussicht.

    Ein solcher Öldeal wäre Grund für tiefe Besorgnis, denn er würde dem Atomabkommen der Sechser-Gruppe mit dem Iran widersprechen, sagte Jay Carney, Pressesprecher von US-Präsident Barack Obama, am Mittwoch. Der Deal könnte den USA als Anlass dienen, um darin verwickelte Organisationen und Privatpersonen mit Sanktionen zu bestrafen.

    Die Nachrichtenagentur Reuters hatte am Freitag gemeldet, dass Moskau und Teheran an einem Deal arbeiten, demzufolge Russland täglich 500.000 Barrel Öl aus dem Iran importieren und ihm dafür verschiedene Anlagen und andere Güter liefern wird. Das irakische Erdölministerium wies diese Information als falsch zurück. US-Außenamtssprecherin Marie Harf sagte am Mittwoch, die Vereinigten Staaten haben keine sicheren Hinweise darauf, dass Russland und der Iran ein Ölabkommen planen.

    Am heutigen Mittwoch empfing der russische Energieminister Alexander Nowak in Moskau den iranischen Botschafter Mehdi Sanai. Nach inoffiziellen Informationen aus der iranischen Botschaft sprachen die Seiten über russische Investitionen in iranische Erdölvorkommen sowie über Lieferungen von Förderanlagen an den Iran. Nach dem Gespräch teilte Sanai der iranischen Agentur Irna mit, der Iran sei zu gemeinsamen Investitionen in Erdölvorkommen wie auch zum Import und Export von Erdölanlagen bereit. 

    Gegen den Iran gelten internationale Sanktionen, die unter anderem dessen Erdölexporte beschränken. Die Sanktionen sollen ab dem 20. Januar gelockert werden. Im Gegenzug reduziert der Iran sein umstrittenes Atomprogramm und lässt verschärfte Kontrollen seiner Anlagen zu. Diese Übergangsregelung wurde am 24. November bei den Atomgesprächen in Genf vereinbart. Eine umfassende Dauerlösung für Irans zivile Atomaktivitäten soll bei weiteren Gesprächen in den kommenden sechs Monaten ausgehandelt werden.

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