19:00 20 September 2018
SNA Radio
    Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif

    Irans Außenminister: Genf-Abkommen macht Atomanlagen nicht offener

    © Sputnik / Vitaly Belousov
    Politik
    Zum Kurzlink
    Atomstreit mit Iran (1447)
    0 0 0

    Der Iran hält seine Atomanlagen seit zehn Jahren für die Kontrolleure der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA offen, so dass das Atomabkommen mit der Weltgemeinschaft, das am Montag in Kraft tritt, nichts daran ändern wird, wie der iranische Außenminister Dschawad Sarif am Donnerstag in Moskau sagte.

    Der Iran hält seine Atomanlagen seit zehn Jahren für die Kontrolleure der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA offen, so dass das Atomabkommen mit der Weltgemeinschaft, das am Montag in Kraft tritt, nichts daran ändern wird, wie der iranische Außenminister Dschawad Sarif am Donnerstag in Moskau sagte.

    „Die iranischen Atomanlagen sind seit zehn Jahren für eingehende Inspektionen geöffnet – so wie keine andere Nuklearanlage in und womöglich auch außerhalb der Region“, sagte Sarif in einem Interview des Fernsehsenders RT. „Am 20. Januar werden unsere Nuklearanlagen zugänglich sein so wie es auch früher war.“ Auf mögliche Überraschungskontrollen angesprochen, antwortete der iranische Minister, dass „wir ohnehin schon täglich kontrolliert werden“ und dass es deshalb kaum Überraschungen geben könne. 

    Der Iran steht bei der Weltgemeinschaft im Verdacht, unter dem Deckmantel seines Nuklearprogramms Atomwaffen zu entwickeln. Obwohl die Regierung in Teheran den zivilen Charakter ihrer Atomaktivitäten beteuert, hat der UN-Sicherheitsrat bereits mehrere Resolutionen mit Sanktionen verabschiedet. Auch westliche Staaten verhängten Strafmaßnahmen.

    Nach jahrelangen Atom-Verhandlungen haben sich die so genannte 5+1-Gruppe (die fünf UN-Vetomächte und Deutschland) und Teheran am 24. November auf eine Übergangsregelung geeinigt. Diese sieht vor, dass der Iran die Urananreicherung auf fünf Prozent begrenzt. Uran, das bereits auf 20 Prozent angereichert worden ist, soll wieder auf fünf Prozent verdünnt beziehungsweise für militärische Zwecke ungeeignet gemacht werden. Im Gegenzug werden die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran gemildert. Eine umfassende Dauerlösung für Irans zivile Atomaktivitäten soll bei weiteren Gesprächen in den kommenden sechs Monaten ausgehandelt werden.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Atomstreit mit Iran (1447)