16:40 18 August 2017
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    NSA-Skandal: Handelte Snowden im Auftrag Russlands?

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    US-Abhörskandal (486)
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    Mehrere US-Kongressmitglieder haben den Verdacht geäußert, dass Russland dem „Whistleblower“ Edward Snowden beim Sammeln von Informationen über die Überwachungstätigkeiten der Geheimdienste geholfen hat.

    Mehrere US-Kongressmitglieder haben den Verdacht geäußert, dass Russland dem „Whistleblower“ Edward Snowden beim Sammeln von Informationen über die Überwachungstätigkeiten der Geheimdienste geholfen hat. 

    Im US-Kongress sei man der Ansicht, dass Snowden seine Materialien über die NSA nicht im Alleingang gesammelt, sondern dabei „Hilfe bekommen“ habe, sagte der Vorsitzende des US-Geheimdienstausschusses, Mike Rogers, in einem NBC-Interview. Besonders verdächtig sei, dass „einige Dinge, die er getan hat, über seine technischen Möglichkeiten hinausgingen“ – und dass Snowden in Russland Asyl bekam, so der Republikaner. 

    Wann die Untersuchungen zu diesem Verdacht eingeleitet wurden, und ob schon Resultate vorliegen, gab Rogers dabei nicht bekannt. 

    Michael McCaul, der republikanische Vorsitzende des Ausschusses für innere Sicherheit im Repräsentantenhaus, betonte seinerseits in einem Interview mit ABC News, er sei überzeugt, dass Snowden während seiner Zeit als NSA-Mitarbeiter mit ausländischen „Mächten“ zusammengearbeitet habe. 

    Der Ex-US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hatte im Juni 2013 erste Geheiminformationen über die umfassenden Ausspähaktivitäten der NSA und anderer Nachrichtendienste, die weltweit E-Mails und Telefonate überwachen, an Medien in den USA und Großbritannien weitergegeben. Anschließend reiste er über Hongkong nach Russland, wo ihm einjähriges Asyl gewährt wurde. Im November wurde der „Whistleblower“ bei einer großen russischen Webseite als Support-Mitarbeiter eingestellt. Die USA wollen Snowden wegen Staatsverrat belangen.

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