19:31 23 August 2017
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    Wegen Iran: Syrische Opposition sagt Teilnahme an Friedenskonferenz wieder ab

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    „Genf 2“-Konferenz zu Syrien (286)
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    Die Nationale Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte, die sich am Wochenende nach langem Hin und Her für eine Teilnahme an der am Mittwoch beginnenden Syrien-Konferenz in der Schweiz entschlossen hatte, hat ihre Entscheidung revidiert. Der Grund ist die Einladung des Iran.

    Die Nationale Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte, die sich am Wochenende nach langem Hin und Her für eine Teilnahme an der am Mittwoch beginnenden Syrien-Konferenz in der Schweiz entschlossen hatte, hat ihre Entscheidung revidiert. Der Grund ist die Einladung des Iran.

    „Die Einladung des Iran war für uns eine Überraschung. Die Nationale Koalition hat beschlossen, ihre Entscheidung zur Teilnahme auszusetzen“, teilte der Generalsekretär des Oppositionsbündnisses, Badr Dschamus, am Montag RIA Novosti mit. Die Koalition werde nur dann an den geplanten Friedensverhandlungen teilnehmen, wenn die Einladung an den Iran zurückgezogen werde. Die USA, Frankreich, Großbritannien und Russland, aber auch der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon seien darüber bereits informiert worden.

    Nach Angaben der Agentur Reuters schickt die Opposition keine Unterhändler in die Schweiz, wenn die Einladung des Iran bis Montag, 20.00 Uhr MEZ nicht annulliert werden sollte.
     
    UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte am Sonntag bekannt gegeben, er habe den Iran zu der anstehenden Syrien-Konferenz eingeladen. Die Islamische Republik habe versprochen, bei den Gesprächen eine positive Rolle zu spielen.

    Die Konferenz, die die Wege für eine Beilegung des seit fast drei Jahren andauernden Syrien-Krieges aufzeigen soll, ist für den 22. Januar in Montreux einberufen. Der Termin wurde mehrmals verlegt, weil die zerstrittene syrische Opposition uneins über ihre Teilnahme war. Die syrische Regierung um Präsident Baschar al-Assad will ohne Vorbedingungen an der neuen Konferenz teilnehmen. Die erste Friedenskonferenz für Syrien hatte am 30. Juni 2012 in Genf stattgefunden und unter anderem die Bildung einer Übergangsregierung in dem Bürgerkriegsland empfohlen.

    In Syrien dauern seit März 2011 Kämpfe zwischen Armee und bewaffneten Regierungsgegnern an. Laut UN-Angaben sind bei den Gefechten bereits mehr als 115.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Assad zum Rücktritt zwingen. Nach Darstellung der syrischen Regierung kämpft die Armee gegen aus dem Ausland unterstützte Terroristen.

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