16:12 21 August 2017
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    Lawrow: Ohne Iran wird Syrien-Konferenz nicht vollwertig – MEHR

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    „Genf 2“-Konferenz zu Syrien (286)
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    Die Durchführung der internationalen „Genf 2“-Konferenz zu Syrien ohne offizielle Vertreter aus dem Iran wird nicht vollwertig sein. „Derzeit sind rund 40 Staaten zur ‚Genf 2‘-Konferenz eingeladen worden“, teilte Lawrow am Montag mit.

    Die Durchführung der internationalen „Genf 2“-Konferenz zu Syrien ohne offizielle Vertreter aus dem Iran wird nicht vollwertig sein.

    „Derzeit sind rund 40 Staaten zur ‚Genf 2‘-Konferenz eingeladen worden“, teilte Lawrow am Montag mit.

    Es handle sich „natürlich um die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates sowie um europäische Länder, die humanitäre Hilfe leisten“ sowie bei der syrischen C-Waffen-Abrüstung mitwirken. Außerdem seien Australien, Mexiko, Südkorea, Südafrika, Japan, Brasilien, Indien, Indonesien und viele andere Staaten eingeladen.

    „Sollte der Iran auf dieser Liste fehlen, wird diese Konferenz nicht vollwertig sein“, so Lawrow.

    Russland habe von Anfang an auf die Notwendigkeit verwiesen, ausnahmslos alle Staaten zu dieser Konferenz einzuladen, die die Lage in der Region beeinflussen. Ebenso wie Saudi-Arabien und die Golfstaaten sowie die Türkei, Ägypten und der Irak ist der Iran eines der Länder, die an einer Lösung interessiert seien, welche keine zusätzliche Bedrohung für die Stabilität dieser überaus wichtigen Region darstellen würde.

    Die oppositionelle Syrische Nationalkoalition sei der einzige klare „Genf 2“-Teilnehmer gewesen, der von Anfang an Bedingungen für seine Einschaltung in diesen Friedensprozess stellte, betonte Lawrow.

    „Geben wir doch aufrichtig zu: Diese Gruppe, die Nationale Koalition, wurde von äußeren Geldgebern gegründet“, sagte er weiter. „Wir haben nichts dagegen, dass die Nationalkoalition an ‚Genf 2‘ teilnimmt, sondern haben ihre Entscheidung begrüßt, zur Konferenz in Montreux eine Delegation zu entsenden.“

    Man müsse jedoch die gesamte Kräfteverteilung genau einschätzen. „Wenn jemand die Notwendigkeit anzweifelt, einflussreiche Akteure zu ‚Genf 2‘ einzuladen, ist er nicht an einer gerechten Beilegung der Syrien-Krise auf dem Verhandlungsweg interessiert“, betonte der Minister.

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