21:23 10 Dezember 2016
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    Bei Notruf aus Sotschi: USA schicken Kriegsschiffe ins Schwarze Meer

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    Sotschi – Olympiastadt 2014 (324)
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    Das massive Sicherheitsaufgebot der russischen Behörden im Vorfeld von Olympia ist den USA offenbar nicht genug: Zwei US-Kriegsschiffe stehen für die Zeit der Spiele im Schwarzen Meer auf Abruf bereit, meldet Fox News unter Hinweis auf das Pentagon.

    Das massive Sicherheitsaufgebot der russischen Behörden im Vorfeld von Olympia ist den USA offenbar nicht genug: Zwei US-Kriegsschiffe stehen für die Zeit der Spiele im Schwarzen Meer auf Abruf bereit, meldet Fox News unter Hinweis auf das Pentagon.

    Wie aus dem US-Militäramt verlautete, sollen die Schiffe, die sich bereits in der Region befinden, bei Bedarf die Küste von Sotschi ansteuern. Dies gilt jedoch nur, falls die russische Seite eine entsprechende Anfrage stellt. Ein solcher „Hilferuf“ aus Russland sei bisher noch nicht erfolgt, betont die Behörde. 

    Die USA haben Moskau volle Unterstützung bei den Sicherheits-Vorbereitungen für die Olympischen Spiele zugesagt, so Pentagon-Sprecher John Kirby. Falls diese Unterstützung gebraucht werde, stehe sie bereit, hieß es. Wenn im Rahmen der Konsultationen mit der russischen Regierung im Fall einer Notsituation Hilfe nötig werde, würden die USA Mittel der Luftwaffe und der Navy einsetzen, unter anderem die besagten zwei Schiffe.

    Auch Pentagon-Chef Chuck Hagel hatte Russland zuvor Zusammenarbeit mit den US-Sicherheitskräften bei der Gewährleistung der Sicherheit der Spiele in Sotschi vorgeschlagen. 

    Die Erklärung des Pentagons ist eine Reaktion auf die vermehrten Medienberichte über die Befürchtungen in Hinsicht auf die Sicherheit der Winterspiele 2014. Unter anderem meldeten US-Medien, dass mit Hilfe der Kriegsschiffe im Notfall amerikanische Bürger evakuiert werden sollen. Zu diesem Zweck würden auch US-Flugzeuge in Deutschland stationiert. Laut dem US-Sender CNN können diese Flugzeuge „innerhalb von zwei Stunden Sotschi erreichen“ – wenn eine derartige US-Operation beschlossen wird und Russland die nötige Erlaubnis gibt.

    Medienberichten zufolge gehen auch die US-Sportler auf Nummer sicher: Der amerikanische Schi- und Snowboardverband habe „aufgrund der hohen Terrorgefahr“ einen Vertrag mit einer privaten Sicherheitsfirma geschlossen. Das Unternehmen Global Rescue, das über Erfahrung bei der Evakuierung von Amerikanern aus dem „Arabischen Frühling“ verfügt, soll fünf Flugzeuge bereitstellen, die je 200 Passagiere außer Landes bringen können.

    In die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen, die die USA auf eigene Faust unternehmen, ist auch das FBI eingebunden: Rund zwei Dutzend Agenten sollen sich während der Winterspiele in Moskau aufhalten, etwa zehn weitere direkt in Sotschi. Einige der Geheimdienstmitarbeiter sind bereits vor Ort, hieß es.

    Die olympischen Winterspiele in Sotschi finden von 7. bis 23. Februar statt. Von 7. bis 16. März werden die Paralympics ausgetragen. Schon einen Monat vor der Olympia-Eröffnung traten in Sotschi strengste Sicherheitsmaßnahmen in Kraft.

    Während der Spiele selbst werden die Austragungsstätten aus der Luft von Drohnen überwacht, und sogar hochmoderne Boden-Luft-Raketen kommen zum Einsatz. In der Stadt selbst sollen rund 40.000 Sicherheitskräfte im Dienst sein.

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