01:47 14 November 2018
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    Ukraine: Oppositionsführer Jazenjuk will nicht Regierungschef werden

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    Der Chef der ukrainischen Parlamentsfraktion Batkiwschtschina, Arseni Jazenjuk, hat das Angebot von Präsident Viktor Janukowitsch, Premierminister zu werden, nicht angenommen, so Justizministerin Jelena Lukasch nach Verhandlungen der Oppositionsführer mit dem Staatschef.

    Der Chef der ukrainischen Parlamentsfraktion Batkiwschtschina, Arseni Jazenjuk, hat das Angebot von Präsident Viktor Janukowitsch, Premierminister zu werden, nicht angenommen, so Justizministerin Jelena Lukasch nach Verhandlungen der Oppositionsführer mit dem Staatschef. 

    „Arseni Jazeniuk hat nicht zugestimmt, die Regierung zu leiten. Die Verhandlungen gehen weiter“, zitiert der Pressedienst von Viktor Janukowitsch die Worte der Ministerin in der Nacht auf Dienstag. 

    Janukowitsch hatte dem Oppositionsführer das Amt des Ministerpräsidenten angeboten. Bei einer Zustimmung Jazenjuks hätte der Präsident das Kabinett von Nikolaj Asarow abgesetzt. 

    Die Massenproteste in Kiew hatten im November begonnen – nach der Abkehr der Ukraine von der bereits ausverhandelten EU-Assoziierung. Die „Volksversammlung“ (Wetsche) der Opposition am 19. Januar in Kiew artete in heftige Zusammenstöße mit den Sicherheitskräften aus. Bei den Protesten sind bisher drei Menschen ums Leben gekommen.

    Die Opposition will die Regierung zum Rücktritt zwingen. Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch bot dem Oppositionsführer Arseni Jazenjuk, Fraktionschef der oppositionellen Partei Batkiwtschina (Vaterland), zuletzt an, die Regierungsführung zu übernehmen. Die regierende Partei der Regionen erklärte inzwischen, sie werde die Regierung von Nikolai Asarow absetzen, wenn Jazenjuk das Angebot akzeptieren sollte.

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