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23:53 16 Oktober 2019
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    Eine Ikone in der syrischen Christenhochburg Maalula

    Russland warnt vor Exodus der Christen aus Syrien

    © RIA Novosti . Andrey Stenin
    Politik
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    Lage in Syrien (190)
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    Russland ist besorgt über die zunehmende Flucht der Christen aus Syrien und warnt vor einer „Zivilisationskatastrophe“ in der Region.

    Russland ist besorgt über die zunehmende Flucht der Christen aus Syrien und warnt vor einer „Zivilisationskatastrophe“ in der Region.

    Ein Exodus der Christen aus Syrien würde eine Kettenreaktion in anderen Nahoststaaten auslösen und für den ganzen Nahen Osten eine „Zivilisationskatastrophe“ bedeuten, sagte Valentina Matwijenko, Vorsitzende des Föderationsrats (russisches Parlamentsoberhaus), am Dienstag in Moskau bei einem Treffen mit Youhanna (Johannes) X., dem orthodoxen Patriarchen von Antiochien. Russland unternehme Anstrengungen, um eine solche Katastrophe zu verhindern.

    Ein Verschwinden der christlichen Kirche in Syrien hätte eine „fatale Transformation des historischen Charakters der Region“ zur Folge, warnte die russische Politikerin. Nach ihren Angaben haben bis zu eine halbe Million Christen in dem Kriegsland ihre Heimatorte verlassen müssen.

    Das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Antiochien ist unter anderem in Syrien, dem Libanon, Jordanien, Irak und anderen Golfstaaten präsent. Der Patriarch residiert in der syrischen Hauptstadt Damaskus.

    In Syrien dauern seit März 2011 Kämpfe zwischen Armee und bewaffneten Regierungsgegnern an, bei denen laut UN-Angaben mehr als 115.000 Menschen getötet worden sind. Gegen die Regierungsarmee kämpfen unter anderem auch zahlreiche Terrorgruppen wie Dschabhat an-Nusra oder der „Islamische Staat im Irak und der Levante“. In den vergangenen Monaten griffen Dschihadisten den christlichen Wallfahrtsort Maalula mehrmals an.

    Am vergangenen Mittwoch begann im Schweizer Montreux eine Konferenz, die Wege für eine Beilegung des Syrien-Krieges aufzeigen soll. Die Friedensgespräche wurden am Freitag in Genf fortgeführt. Seit Samstag reden die Regierung und die Opposition erstmals direkt miteinander. Bislang ist keine Einigung in Sicht.

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