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03:45 20 Juli 2019
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    Abbas schlägt Jerusalem als gemeinsame Hauptstadt für Israel und Palästinenser vor

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    Gewalteskalation im Nahen Osten (255)
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    Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat der israelischen Führung vorgeschlagen, das umstrittene Jerusalem zur gemeinsamen Hauptstadt von Israel und Palästina zu erklären – als Grundlage für eine Dauerlösung des Nahostkonfliktes.

    Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat der israelischen Führung vorgeschlagen, das umstrittene Jerusalem zur gemeinsamen Hauptstadt von Israel und Palästina zu erklären – als Grundlage für eine Dauerlösung des Nahostkonfliktes. 

    Der Status der Stadt ist eines der Hauptthemen bei den Friedensgesprächen, die Israel und die Palästinenser im vergangenen Jahr unter US-Vermittlung wiederaufgenommen hatten. Israel betrachtet Jerusalem, in dem mehr als 900.000 Menschen leben, als seine unteilbare Hauptstadt. Die Palästinenser beanspruchen den östlichen Teil der Stadt. Ihr Anspruch wird von der Weltgemeinschaft unterstützt. Die Vereinten Nationen hatten bereits 1947 eine Teilung der Stadt vorgeschlagen.

    „Man braucht Jerusalem nicht zu teilen“, sagte Abbas am Sonntag in Ramallah bei einem Treffen mit israelischen Studenten. „Die Stadt muss sowohl für die Palästinenser als auch für die Israelis offen sein. Darin besteht der Sinn der Koexistenz“.

    Auf die Millionen Palästinenser eingehend, die sich in den vergangenen Jahrzehnten aus dem Gebiet des heutigen Israel abgesetzt hatten und mit einer Rückkehrmöglichkeit rechnen, zeigte sich der Palästinenserpräsident kompromissbereit. Er habe nicht vor, Israel mit Millionen von Flüchtlingen zu „überfluten“, sondern stehe für „kreative“ Lösungen offen. Zugleich warf Abbas Israel vor, mit seinen fortschreitenden Siedlungsaktivitäten in Jerusalem die Friedensverhandlungen zu hintertreiben.

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