15:59 25 September 2016
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Moskau: Weltgemeinschaft schaut bei Neonazis auf Kiewer Protestplatz weg

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Pro-EU-Proteste in Kiew (416)
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Das russische Außenministerium hat von der Weltgemeinschaft eine Reaktion auf die neonazistischen und antisemitischen Parolen bei den Protesten in der Ukraine gefordert.

Das russische Außenministerium hat von der Weltgemeinschaft eine Reaktion auf die neonazistischen und antisemitischen Parolen bei den Protesten in der Ukraine gefordert.

Die Radikalen würden „mit offenbar neonazistischen Losungen“ auf den Protestplatz Maidan gehen und Hakenkreuze auf besetzte Gebäude malen, sagte der russische Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch am Donnerstag. „Doch reagiert die Weltgemeinschaft aus irgendeinem Grund nicht.“

Selbst internationalen Judenorganisationen seien antisemitische Stimmungen beim Kiewer Protestlager aufgefallen, während eine adäquate Reaktion der internationalen Politiker und Medien ausbleibe. Seinerseits rief der russische Außenminister Sergej Lawrow die westlichen Staaten und die ukrainische Opposition auf, sich von den Extremisten und Radikalen zu distanzieren, die auf den Kiewer Straßen randalieren.

Die Gewalt in Kiew war am Dienstag eskaliert, nachdem eine Amnestie für festgenommene Demonstranten in Kraft getreten war. Bei Zusammenstößen zwischen radikalen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften wurden mindestens 35 Menschen, sowohl Zivilisten als auch Ordnungshüter, getötet. Hunderte weitere wurden verletzt. Randalierer erstürmten Staatsgebäude, setzten Autos in Brand. Nach Polizeiangaben setzten die Demonstranten erstmals seit Beginn der Unruhen Schusswaffen ein. Mehr als 110 Polizisten wurden angeschossen.

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