10:49 25 September 2016
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Ukraine: Attacken auf Lenin-Statuen landesweit

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Regelung der Krise in der Ukraine (2402)
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Nach der Einigung zwischen Präsident Viktor Janukowitsch und der Opposition haben radikale Regierungsgegner in mehreren Regionen der Ukraine die Denkmäler für den sowjetischen Revolutionsführer Wladimir Lenin gestürzt.

Nach der Einigung zwischen Präsident Viktor Janukowitsch und der Opposition haben radikale Regierungsgegner in mehreren Regionen der Ukraine die Denkmäler für den sowjetischen Revolutionsführer Wladimir Lenin gestürzt.
 
In Tschernigow, Poltawa und Dnjepropetrowsk rissen Demonstranten am Freitagabend mithilfe von Stahlseilen die Statuen des UdSSR-Gründers vom Sockel, wie die ukrainische Nachrichtenagentur UNN meldet. Nach Angaben der Agentur Unian wurden auch in Kirowograd und in Wolhynien Lenin-Denkmäler umgekippt.

Seit Beginn der Anti-Regierungsproteste im November hat es in der Ukraine bereits mehrere Angriffe auf Lenin-Denkmäler gegeben. Im Dezember wurde eine Lenin-Statue im Zentrum der Hauptstadt Kiew zerstört (Video>>). Kurz danach folgten Angriffe auf Lenin-Denkmäler in Berditschew bei Schitormir und Beresowka im Gebiet Odessa. Im Januar wurden eine Lenin-Statue im Gebiet Poltawa enthauptet.

Regierungsgegner protestieren seit Monaten gegen die Entscheidung des Kabinetts, den Assoziierungsprozess mit der Europäischen Union auszusetzen und stattdessen den Handel mit Russland auszubauen. Ab und zu arten die Proteste in schwere Zusammenstöße aus. Bei der jüngsten Eskalation in dieser Woche setzten die Demonstranten Schusswaffen gegen die Ordnungskräfte ein. Randalierer erstürmten Staatsgebäude und setzten Autos in Brand. Bei schweren Zusammenstößen zwischen Regierungsgegnern und Ordnungskräften wurden mehr als 80 Menschen auf beiden Seiten getötet und Hunderte weitere verletzt.

Am gestrigen Freitag unterzeichneten der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch und Oppositionsführer eine Vereinbarung zur Krisenlösung. Diese sieht eine Verfassungsreform aber auch vorgezogene Präsidentschaftswahlen vor. Damit lenkte der Staatschef in die Forderungen der Regierungsgegner ein.

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