02:03 01 April 2020
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    Außenminister von Luxemburg: Abschaffung von Sprachengesetz in Ukraine ist ein Fehler

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    Regelung der Krise in der Ukraine (2436)
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    Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hat die Abschaffung des Sprachengesetzes in der Ukraine als einen Fehler kritisiert.

    Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hat die Abschaffung des Sprachengesetzes in der Ukraine als einen Fehler kritisiert.

    „Die Sprachen, die das Volk benutzt, müssen respektiert werden“, sagte Asselborn  am Dienstag, nach einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. Die Annahme eines Gesetzes, welches den Gebrauch einer Sprache einengt, sei ein Schritt in die falsche Richtung.

    Nach der Entmachtung von Präsident Viktor Janukowitsch hatte das nun von der ehemaligen Opposition dominierte ukrainische Parlament am Sonntag ein Sprachengesetz außer Kraft gesetzt, laut dem das Russische auf regionaler Ebene als offizielle Sprache anerkannt werden darf. Laut einer Studie der ukrainischen Wissenschaftsakademie aus dem Jahr 2011 sprechen knapp 43 Prozent der ukrainischen Bevölkerung zu Hause Ukrainisch, weitere fast 39 Prozent benutzen Russisch.

    Der russische Außenminister Lawrow verwies darauf, dass das 2012 verabschiedete Sprachengesetz der Europäischen Charta zu Regional- oder Minderheitensprachen Rechnung getragen und die Rechte der Russen, aber auch der polnischen, rumänischen und anderer Minderheiten in der Ukraine geschützt habe.

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