01:27 14 November 2018
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    Sewastopol lehnt Befehl aus Kiew ab: Spezialeinheit Berkut wird nicht aufgelöst

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    Regelung der Krise in der Ukraine (2436)
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    Entgegen dem Befehl aus Kiew löst Sewastopol, die mit mehr als 300.000 Einwohnern größte Stadt der ukrainischen Halbinsel Krim, seine Spezialeinheit Berkut nicht auf.

    Entgegen dem Befehl aus Kiew löst Sewastopol, die mit mehr als 300.000 Einwohnern größte Stadt der ukrainischen Halbinsel Krim, seine Spezialeinheit Berkut nicht auf.

    Der neue ukrainische Innenminister Arsen Awakow hatte am Dienstag die Auflösung der Spezialeinheit angeordnet, die bei blutigen Straßenschlachten in Kiew bewaffneten Demonstranten gegenübergestanden hatte. Awakow, eine der Führungspersonen bei den Protesten, war nach der Entmachtung von Präsident Viktor Janukowitsch am 21. Februar von der Obersten Rada (Parlament) zum interimistischen Innenminister ernannt worden.

    Die Sewastopoler Berkut sei weiterhin im Bestand der Stadtmiliz und werde finanziert, sagte der neue Bürgermeister von Sewastopol, Anatoli Tschalyj, am Mittwoch nach Angaben der Zeitung „Sewastopolskaja gaseta“. Ihm zufolge lehnt die Schwarzmeerstadt den Befehl des interimistischen Innenministers ab. Wie Tschalyj weiter mitteilte, sind an der Einfahrt in die Stadt Kontrollposten aufgestellt worden. Vertreter der neuen Kiewer Führung dürften nur mit Zustimmung der Stadtleitung nach Sewastopol.

    Nachdem die Opposition am Wochenende die Macht in Kiew übernommen hatte, wählten Zehntausende Stadtbewohner von Sewastopol am 23. Februar einen russischen Unternehmer zum Bürgermeister. Am 24. Februar bestätigte auch der Stadtrat den Russen Alexej Tschalyj im Amt. Daraufhin machten Gerüchte die Runde, dass die neue Führung in Kiew die prorussischen Stimmungen in Sewastopol mit der Armee unterdrücken wolle. Seit 1992 wurden die Verwaltungschefs von Sewastopol von Kiew ernannt.

    Die ursprünglich russische Halbinsel Krim war in der Regierungszeit von Nikita Chruschtschow 1954 symbolisch an die Ukraine übergeben worden. Sewastopol ist Hauptstützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte. Der abgesetzte Präsident Janukowitsch hatte einer längeren Präsenz der Flotte auf der Krim zugestimmt. Im Gegenzug erhielt Kiew einen Preisnachlass für russisches Gas.

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