07:01 21 September 2017
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    Neue Regierung in Kiew erwartet vom IWF mindestens $15 Mrd. Hilfe

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    Regelung der Krise in der Ukraine (2437)
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    Die neue Regierung in Kiew hofft, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) das krisengebeutelte Land mit mindestens 15 Milliarden US-Dollar unterstützt.

    Die neue Regierung in Kiew hofft, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) das krisengebeutelte Land mit mindestens 15 Milliarden US-Dollar unterstützt.

    „Wir hoffen auf mindestens 15 Milliarden US-Dollar“, sagte der neue Finanzminister, Alexander Schlapak, am Donnerstag. Er erwarte, dass eine IWF-Mission schon in der nächsten Woche die Ukraine besuche und dass auch die „finanzielle Zusammenarbeit“ mit Russland wiederaufgenommen werde.

    IWF-Chefin Christine Lagarde sagte am Donnerstag zur Agentur Reuters, dass der Fonds demnächst Vertreter zur Einschätzung der ökonomischen Situation in die Ukraine entsenden werde.

    Russland hatte im Dezember den Gaspreis für die krisengebeutelte Ukraine um ein Drittel auf 268,5 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter gesenkt. Zudem verpflichtete sich Moskau, ukrainische Bonds für 15 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Nach dem erzwungenen Machtwechsel in Kiew sah Russland vom Kauf weiterer Wertpapiere vorerst ab, bis eine neue Regierung in Kiew stehe und ihr Programm vorstelle.

    Nach Straßenschlachten mit Dutzenden Toten in Kiew in der vergangenen Woche hatte der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch am Freitag in Neuwahlen eingelenkt. Doch schon zwei Tage später erklärte die Oberste Rada (Parlament) Janukowitsch für abgesetzt und ernannte einen der Oppositionsführer zum Übergangspräsidenten. Zudem ernannte das Parlament neue Minister und setzte für den 25. Mai Präsidentenwahlen an. Moskau betrachtet Janukowitsch, der sich vermutlich in Russland aufhält, weiter als den legitimen Präsidenten.

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