02:59 15 November 2018
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    Russland baut Brücke zur Krim

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    Die Zukunftsentscheidung auf der Krim (420)
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    Mitten in der Krim-Krise lässt die Regierung in Moskau eine Brücke über die Straße von Kertsch bauen, die die russische Halbinsel Taman mit der ukrainischen Halbinsel Krim verbinden soll.

    Mitten in der Krim-Krise lässt die Regierung in Moskau eine Brücke über die Straße von Kertsch bauen, die die russische Halbinsel Taman mit der ukrainischen Halbinsel Krim verbinden soll.  

    Laut einer Verordnung, die Regierungschef Dmitri Medwedew unterschrieben hat, wird aus der staatlichen Straßenbaufirma  Avtodor eine Tochtergesellschaft ausgegliedert, die den Bau der Brücke übernehmen soll. Dies teilte Medwedew am Montag in Moskau mit. Sowohl Russland als auch die Ukraine seien an einer „zuverlässigen und preiswerteren Verkehrsverbindung“ zwischen Taman und der Krim interessiert, sagte Medwedew.

    Russland hatte bereits 2010 mit der ukrainischen Regierung den Bau einer mehr als vier Kilometer langen Brücke vereinbart, die den Transportweg zwischen der Ukraine und dem südrussischen Gebiet Krasnodar um rund 450 Kilometer verkürzen soll.

    Die Lage auf der russisch geprägten Krim hatte sich zugespitzt, nachdem das ukrainische Parlament (Oberste Rada) am 22. Februar die Verfassung geändert, Staatspräsident Viktor Janukowitsch für abgesetzt erklärt und den Oppositionspolitiker Alexander Turtschinow zum Übergangspräsidenten ernannt hatte. Janukowitsch flüchtete nach Russland und wies die Entscheidung als Staatsstreich zurück.

    Die autonome Republik Krim hat die neue Macht in Kiew nicht anerkannt. In der Hauptstadt Simferopol, aber auch in Sewastopol gingen Tausende auf die Straße, um gegen die neue Führung in Kiew zu protestieren.

    Der Regierungschef der Krim, Sergej Aksjonow, appellierte an den russischen Präsidenten Wladimir Putin um Hilfe beim Schutz des Friedens auf der Halbinsel. Putin beantragte beim Föderationsrat (Russlands Parlamentsoberhaus) die Zustimmung für einen Truppeneinsatz in der Ukraine, bis sich die politische Lage wieder normalisiert habe. Der Föderationsrat stimmte zu.

    Bei einem Referendum am 30. März will die Krim über ihren künftigen politischen Status entscheiden. Diese ursprünglich russische Halbinsel war in der Regierungszeit von Nikita Chruschtschow 1954 symbolisch an die Ukraine übergeben worden. Die größte Stadt, Sewastopol, war vor mehr als 220 Jahren als russischer Marinestützpunkt gegründet worden und ist immer noch die Hauptbasis der russischen Schwarzmeerflotte.

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