04:04 29 Februar 2020
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    Angst vor Überläufern? Ukrainisches Kriegsschiff geht vor Odessa in Stellung

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    Regelung der Krise in der Ukraine (2436)
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    Aus Angst vor einem Überlaufen der Matrosen zu den Behörden der Krim hat das Flaggschiff der ukrainischen Kriegsmarine „Getman Sagajdatschny“ nach einem Anti-Piraten-Einsatz im Golf von Aden die Rückfahrt nach Sewastopol unterbrochen und ist vor Odessa vor Anker gegangen. Dies erfuhr RIA Novosti aus Militärkreisen in Sewastopol.

    Aus Angst vor einem Überlaufen der Matrosen zu den Behörden der Krim hat das Flaggschiff der ukrainischen Kriegsmarine „Getman Sagajdatschny“ nach einem Anti-Piraten-Einsatz im Golf von Aden die Rückfahrt nach Sewastopol unterbrochen und ist vor Odessa vor Anker gegangen. Dies erfuhr RIA Novosti aus Militärkreisen in Sewastopol.

    Die Fregatte „Getman Sagajdatschny“, die im Laufe von mehreren Monaten an einem Anti-Piraten-Einsatz vor der ostafrikanischen Küste teilgenommen hatte, war zu ihrem Hauptstützpunkt in Sewastopol unterwegs, als die Opposition in Kiew die Macht übernahm.

    Nach Angaben der Quelle äußerten viele Offiziere und Matrosen, vor allem aus ostukrainischen Gebieten stammende, den Wunsch, den Dienst bei der ukrainischen Marine zu quittieren. Der Kapitän, Roman Pjatnizki, habe befohlen, im Raum Odessa auf See vor Anker zu gehen. Nach Angaben der Quelle hat der Kapitän die Situation auf dem Schiff vorerst unter Kontrolle.

    Nach dem erzwungenen Machtwechsel in Kiew, den autonome Republik Krim nicht anerkannt hat, sind bereits Tausende ukrainische Soldaten auf die Seite der Krim-Regierung gewechselt. Selbst der ukrainische Marinechef Denis Beresowski erklärte seine Loyalität zur Krim-Regierung und wurde daraufhin aus der ukrainischen Flotte entlassen. Bei einem Referendum am 30. März will die Halbinsel über ihren künftigen politischen Status entscheiden.

    Die ursprünglich russische Halbinsel Krim war in der Regierungszeit von Nikita Chruschtschow 1954 symbolisch an die Ukraine übergeben worden. Offiziell heißt sie jetzt Autonome Republik Krim. Die vor mehr als 220 Jahren als russischer Marinestützpunkt gegründete Stadt Sewastopol war zu Sowjetzeiten Heimathafen der sowjetischen Schwarzmeerflotte. Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 sind dort sowohl die russische Schwarzmeerflotte als auch die ukrainische Marine stationiert.

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