05:36 27 September 2016
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Dmitri Kisseljow, Generaldirektor der Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya

Russischer Journalist auf EU-Sanktionsliste: „Angriff auf die Redefreiheit“

© Sputnik/ Vladimir Trefilov
Politik
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Sanktionen gegen Russland (849)
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Als einen Angriff auf die Pressefreiheit hat der bekannte TV-Journalist und Generaldirektor der internationalen Nachrichtenagentur Rossija Segodnja, Dmitri Kisseljow, die gegen ihn verhängten EU-Sanktionen bewertet.

Als einen Angriff auf die Pressefreiheit hat der bekannte TV-Journalist und Generaldirektor der internationalen Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya, Dmitri Kisseljow, die gegen ihn verhängten EU-Sanktionen bewertet.

„Es ist das Allerletzte, Sanktionen gegen Journalisten zu beschließen“, äußerte er am Freitagabend im russischen Fernsehen. Dieser „Angriff gegen die Redefreiheit“ „widerspricht den grundlegenden europäischen Menschenrechtsdokumenten“.

Kisseljow war auf die von der EU beschlossene Liste russischer Politiker und Unternehmer gesetzt worden, denen die Einreise in den EU-Raum verboten wird und deren Aktiva in den EU-Ländern gesperrt werden.

Das russische Außenministerium hatte zuvor erklärt, dass es kontraproduktiv ist, mit Russland in der Sprache von Sanktionen zu sprechen. Außenminister Sergej Lawrow äußerte die Hoffnung, dass sich der Westen die Aussichtslosigkeit der Druckausübung mit Hilfe von Sanktionen allmählich bewusst wird. Vizeaußenminister Sergej Rjabkow äußerte, dass die Sanktionen die Weigerung des Westens widerspiegeln, Realitäten Rechnung zu tragen. Die Sanktionen stellen den Versuch dar, anderen eigene einseitige nicht ausgewogene und realitätsfremde Standpunkte aufzuzwingen.

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