08:37 25 Juli 2017
SNA Radio
    Politik

    Ehemaliger US-Botschafter in Moskau: USA kein moralisches Musterbeispiel mehr

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 5 0 0

    Washington ist in eine neue Runde der Konfrontation mit Russland gegangen, ohne das frühere moralische Ansehen zu genießen, schreibt der ehemalige US-Botschafter in Russland, Michael McFaul, am Montag in der „New York Times“.

    Washington ist in eine neue Runde der Konfrontation mit Russland gegangen, ohne das frühere moralische Ansehen zu genießen, schreibt der ehemalige US-Botschafter in Russland, Michael McFaul, am Montag in der „New York Times“.

    Um im Konflikt zu siegen, müssten die USA ihren Ruf als Musterbeispiel wiederherstellen sowie  harte Maßnahmen gegen Russland ergreifen, um Russland international zu isolieren, so McFaul. 

    Im programmatischen Artikel unter dem Titel „Konfrontation mit Putins Russland“, der auf der Webseite der Zeitung erschienen ist, räumt der Ex-Botschafter ein, dass das Weiße Haus nicht mehr das moralische Ansehen genießt, auf das sich die USA während des Kalten Krieges im 20. Jahrhunderts stützen konnten. 

    „Während meiner Tätigkeit als Botschafter fiel es mir schwer, unsere Treue zur Einhaltung von Souveränität und Völkerrecht zu verteidigen, als die Russen mich nach dem Fall Irak fragten“, so McFaul. Auch so manche Praktiken der US-Demokratie von heute rufen bei Beobachtern im Ausland keinen Enthusiasmus hervor. 

    Zugleich empfiehlt er als erstrangige politische Schritte im Zuge der Entwicklung des Konfliktes eine internationale Isolierung Russlands und eine Konzentration von Nato-Truppen und –Militärtechnik in den Nachbarstaaten Russlands. Wie auch während des Zweiten Weltkrieges und des Kalten Krieges sollte die Zusammenarbeit mit Russland nur dann möglich sein, wenn sich lebenswichtige Interessen decken. Diese Kooperation müsse ausschließlich einen sachlichen Charakter haben, so der Ex-Botschafter.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren