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    Rettung des Friedensprozesses: Kerry beendet Blitzbesuch in Israel ergebnislos

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    John Kerry, der am Montag zur Rettung des Friedensprozesses nach Israel gereist ist, hat seinen Blitzbesuch ohne greifbare Ergebnisse beendet. Schon am Mittwoch will der US-Außenminister in den Nahen Osten zurückkehren, um Israel und die Palästinenser dazu zu bewegen, die Friedensverhandlungen nicht abzubrechen.

    John Kerry, der am Montag zur Rettung des Friedensprozesses nach Israel gereist ist, hat seinen Blitzbesuch ohne greifbare Ergebnisse beendet. Schon am Mittwoch will der US-Außenminister in den Nahen Osten zurückkehren, um Israel und die Palästinenser dazu zu bewegen, die Friedensverhandlungen nicht abzubrechen.

    Während seines zwölfstündigen Aufenthalts in Jerusalem traf Kerry zweimal mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu zusammen und sprach mit dem palästinensischen Chefunterhändler Saeb Erekat. Nach den Gesprächen in Jerusalem, die unter Ausschluss der Presse stattfanden, sagte der US-Außenminister sein Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Rammallah ab.

    Kerry will vor allem die Palästinenser, die gegen die Vertagung der Gefangenenfreilassung durch Israel protestieren, von einem Austritt aus den Verhandlungen abhalten, und die Konfliktparteien zu weiteren Friedensgesprächen nach Ablauf der gesetzten Frist Ende April bewegen. Nach Angaben des israelischen Fernsehens willigte Netanjahu in eine Verlängerung der Friedensverhandlungen bis 2015 und in eine Freilassung von 400 weiteren palästinensischen Häftlingen aus israelischen Gefängnissen ein. Im Gegenzug stellten die USA eine Haftentlassung des israelischen Topspions Jonathan Pollard in Aussicht.

    Israel und die Palästinenser hatten im Sommer unter US-Vermittlung ihre Gespräche über eine Beilegung des andauernden Konfliktes wiederaufgenommen. Es war geplant, dass die Parteien bis zum 29. April 2014 eine Einigung erzielen. Doch bislang zeitigen die Verhandlungen kaum Ergebnisse.

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