15:30 20 Juni 2018
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    Janukowitsch nennt Abspaltung der Krim Tragödie

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    Die Zukunftsentscheidung auf der Krim (420)
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    Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch, der nach dem Februar-Umsturz das Land verlassen musste, hat die Abspaltung der Schwarzmeerhalbinsel Krim von der Ukraine als Tragödie bezeichnet.

    Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch, der nach dem Februar-Umsturz das Land verlassen musste, hat die Abspaltung der Schwarzmeerhalbinsel Krim von der Ukraine als Tragödie bezeichnet.

    Es seien die Proteststimmungen gegen die neue Führung in Kiew gewesen, die das Referendum auf der Krim geprägt haben, sagte Janukowitsch, der sich im russischen Rostow am Don aufhält, am Mittwoch in einem Fernsehinterview. „Alles, was sich auf der Krim ereignet hat, ist ein Verdienst der jetzigen Machthaber in Kiew.“ Die neue Regierung habe „mit ihrer radikalen Position gegenüber der russischen Sprache und gegenüber russisch geprägten Regionen die Bevölkerung dieser Regionen zu Protest veranlasst.“ Er könne sich nie damit abfinden und werde auf eine Rückführung der Krim in die Ukraine hinarbeiten. „Wir müssen uns das Ziel setzen, die Krim zu beliebigen Bedingungen zurückzuholen. Die Krim muss ein Maximum an Unabhängigkeit  bekommen, jedoch Bestandteil der Ukraine bleiben.“

    Die Krim-Bevölkerung hatte in einem Referendum am 16. März mehrheitlich für eine Abspaltung von der Ukraine und eine Wiedervereinigung mit Russland gestimmt. Zwei Tage später wurde in Moskau ein Vertrag über den Beitritt der Krim unterzeichnet. Der Anlass für das Referendum war der Februar-Umsturz in Kiew, bei dem die Opposition Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet und eine neue Regierung gestellt hatte. Von Russen dominierte Gebiete im Osten und Süden der Ukraine haben die neue, von Nationalisten geprägte Regierung in Kiew nicht anerkannt.

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