02:59 15 November 2018
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    Krim: Russischer Soldat tötet ukrainischen Major - Notwehr?

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    Die Zukunftsentscheidung auf der Krim (420)
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    Auf der Krim ist ein Major der ukrainischen Armee tödlich verletzt worden. Der Militär fing bei einem Konflikt zwischen ukrainischen und russischen Soldaten eine Kugel ab.

    Auf der Krim ist ein Major der ukrainischen Armee tödlich verletzt worden. Der Militär fing bei einem Konflikt zwischen ukrainischen und russischen Soldaten eine Kugel ab.

    Zu dem Konflikt kam es in der Nacht zum Montag in der Ortschaft Nowofjodorowskoje am Kontrollpunkt eines Truppenteils, in dem die Ukrainer vor der Abspaltung der Krim gedient hatten, wie Andrej Wasselkow von der regionalen Ermittlungsbehörde mitteilte. Ein russischer Soldat sei bei dem Handgemenge verletzt worden und habe aus Selbstverteidigung auf den Major der ukrainischen Armee Stanislaw Karatschewski geschossen. Nach russischen Angaben waren die Ukrainer angetrunken. Gegen den mutmaßlichen Mörder wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft. 

    Am Montagmorgen hatte das Innenministerium der Krim bereits mitgeteilt, dass rund zehn Männer in der Nacht einen Truppenstandort im Westen der Halbinsel angegriffen hätten. Die Angreifer sollen zuerst den Kontrollpunkt mit Steinen beworfen und dann in das Wohnheim eingedrungen sein. Soldaten und die Polizei konnten einen Angreifer festnehmen, ein weiterer wurde angeschossen und starb noch vor dem Eintreffen der Ärzte. Ein russischer Soldat wurde bei dem Handgemenge verletzt.

    Die Krim-Bevölkerung hatte in einem Referendum am 16. März mehrheitlich für eine Abspaltung von der Ukraine und eine Wiedervereinigung mit der Russischen Föderation gestimmt. Der Anlass für das Referendum war der Februar-Umsturz in Kiew, bei dem die Opposition Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet und eine neue Regierung gestellt hatte. Von Russen dominierte Gebiete im Osten und Süden der Ukraine haben die neue, von Nationalisten geprägte Regierung in Kiew nicht anerkannt.

    Nach dem Referendum wurden die ukrainischen Truppen auf der Krim aufgefordert, entweder bei der russischen Armee den Dienst anzutreten oder die Krim zu verlassen. Die meisten wechselten zu Russland über.

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