19:21 25 September 2016
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USA gegen Öl-Deal zwischen Moskau und Teheran Russland: „Künstliche Hindernisse“

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Sanktionen gegen Russland (849)
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Als Antwort auf Washingtons Mahnungen, Sanktionen anzuwenden, wenn Russland und der Iran ein Handelsabkommen noch vor dem Abschluss der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm schließen würden, hat Moskau den USA mehrmals seine Erläuterungen zu den Wirtschaftsverhandlungen mit Teheran gegeben, wie der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow am Mittwoch in Wien mitteilte.

Als Antwort auf Washingtons Mahnungen, Sanktionen anzuwenden, wenn Russland und der Iran ein Handelsabkommen noch vor dem Abschluss der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm schließen würden, hat Moskau den USA mehrmals seine Erläuterungen zu den Wirtschaftsverhandlungen mit Teheran gegeben, hat der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow am Mittwoch in Wien mitgeteilt.

„Diese Mahnungen haben wir von unseren amerikanischen Kollegen auch früher gehört“, so Rjabkow in einem Gespräch mit RIA Novosti nach Abschluss der 3. Runde der Wiener Verhandlungen über das iranische Atomprogramm in Wien.

Der Vizeminister bewertete die Haltung der USA als Schaffung „künstlicher Hindernisse“ für die Entwicklung der russisch-iranischen Zusammenarbeit.

In seinen Erläuterungen für Washington habe Russland darauf hingewiesen, dass „eine Steigerung des Warenumsatzes zwischen Russland und dem Iran ein natürlicher Prozess ist und keine politische bzw. wirtschaftliche Herausforderung an wen auch immer beinhaltet“, so Rjabkow. „Wir sind nicht der Ansicht, dass beliebige einseitige Sanktionen der USA einen legitimen Charakter haben. Wie lehnen diese Fragestellung ab und betonen unser großes Interesse an einer kontinuierlichen Entwicklung der russisch-iranischen Beziehungen sowie daran, dass unsere Wirtschaftsbeziehungen fester werden und dass keine künstlichen Hindernisse für deren Entwicklung entstehen.“

„Ich sehe keinen Grund, Spannungen um diese Frage zu schüren“, fügte Rjabkow hinzu. „Dies ist ein normaler Prozess des Meinungsaustausches mit Kollegen aus dem Iran darüber, welche Wirtschaftssphären für die weitere Entwicklung unserer Beziehungen optimal wären.“ 

Ein ranghoher Vertreter der US-Administration hatte nach dem Abschluss der 3. Verhandlungsrunde vor Journalisten erklärt, die USA haben Russland und den Iran darauf aufmerksam gemacht, dass ein solches Handelsabkommen unzulässig sei. Laut Reuters hatten Russland und der Iran Fortschritte bei ihren Verhandlungen über ein Abkommen gemacht, das iranische Öllieferungen im Austausch gegen russische Ausrüstungen in einem Wert von rund 20 Mrd. Dollar vorsieht.

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