09:00 01 Oktober 2016
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    EU-Parlamentschef Schulz: Europa kann auch ohne russische Energie auskommen

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    Sanktionen gegen Russland (849)
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    Europa kann nach Worten von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz auch ohne russische Energieträger auskommen. Zugleich messe die EU einem Dialog mit Russland Priorität bei, sagte Schulz am Freitag vor der Presse in Prag.

    Europa kann nach Worten von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz auch ohne russische Energieträger auskommen. Zugleich messe die EU einem Dialog mit Russland Priorität bei, sagte Schulz am Freitag vor der Presse in Prag.

    „Wir sollten nicht nur von Sanktionen (gegen Russland) sprechen. Es kommt auch darauf an zu versuchen, einen diplomatischen Weg zu finden“, wurde Schulz von der tschechischen Nachrichtenagentur CTK zitiert. „Man muss mit der russischen Regierung reden und ihr klar zu verstehen geben, dass wir nicht bereit sind, weitere Schritte Russlands in der Ukraine (im Fall einer weiteren Eskalation) zu akzeptieren. Aber wir sind zu Verhandlungen und Diskussionen bereit“, sagte Schulz.

    Der beste Weg wäre wohl die Suche nach gemeinsamen Interessen und Berührungspunkten. Von gemeinsamem Interesse könnten zum Beispiel Investitionen in die russische Wirtschaft sein, darunter in den Energiesektor. „Zugleich sollten wir zu verstehen geben, dass wir auch ohne russische Energie überleben werden. Europa hat die Kooperation in Energie mit anderen Ländern zu entwickeln, Strom zu sparen und auf erneuerbare Energiequellen umzusteigen“, betonte der Parlamentspräsident.

    Schulz hält sich in der tschechischen Hauptstadt zu einer internationalen Konferenz auf, die dem 10. Jahrestags des EU-Beitritts Tschechiens gilt.

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