19:13 07 Dezember 2016
Radio
    Politik

    Charkow: Tausende demonstrieren für Föderalisierung der Ukraine

    Politik
    Zum Kurzlink
    Regelung der Krise in der Ukraine (2428)
    0 15 0 0

    Mehrere Tausend Menschen sind am Sonntag im ostukrainischen Charkow auf die Straße gegangen, um eine Föderalisierung der Ukraine und ein Referendum über den Status ihrer Region zu fordern.

    Mehrere Tausend Menschen sind am Sonntag im ostukrainischen Charkow auf die Straße gegangen, um eine Föderalisierung der Ukraine und ein Referendum über den Status ihrer Region zu fordern.

    Die Kundgebung auf dem Freiheits-Platz im Stadtkern dauerte rund eine Stunde, wie ein Korrespondent der RIA Novosti vor Ort berichtet. Die Demonstranten hielten russische, weißrussische und sowjetische Fahnen hoch. Nach der Kundgebung begaben sich die Demonstranten zum Untersuchungsgefängnis, um Solidarität mit festgenommenen Mitstreitern zu zeigen. Auf dem Weg kam es zu einem Konflikt mit Anhängern der pro-westlichen Regierung in Kiew, die unweit ihre Kundgebung abhielten. Nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums wurden bei dem Handgemenge mindestens 50 Menschen verletzt. 

    Die ukrainischen Sicherheitskräfte hatten bei einem "Anti-Terror-Einsatz" in der Nacht zum Dienstag in Charkow das Gebäude der Gebietsverwaltung von pro-russischen Demonstranten befreit und mehr als 60 Menschen verhaftet.

    Am heutigen Sonntag befahl der ukrainische Innenminister Arsen Awakow einen bewaffneten Einsatz gegen die Demonstranten in Slawjansk, die am Tag davor mehrere Verwaltungsgebäude unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Nach inoffiziellen Angaben sind nur Spezialeinheiten aus der West-Ukraine an dem Einsatz in Slawjansk beteiligt. Davor hatte sich die Spezialeinheit Alfa aus dem östlichen Donezk geweigert, gegen die Aktivisten vorzugehen.

    Zuletzt aktualisiert um 16:56 MESZ

     

    Themen:
    Regelung der Krise in der Ukraine (2428)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Top-Themen

    • Syrische Soldaten in Aleppo

      Die syrischen Regierungstruppen kontrollieren bereits 70 Prozent von Ost-Aleppo, wie das russische Versöhnungszentrum in Syrien meldet. Demnach stehen 50 Wohnviertel unter der Kontrolle der syrischen Behörden.

      132943
    • Teddy Bar

      Der jüngste Skandal um den Berliner Senat, der in den Siebzigerjahren wissentlich Pädophile als Pflegeväter für Straßenjungen eingesetzt hat, zeigt, dass das Thema sexueller Kindesmissbrauch nach wie vor aktuell ist. Einer umfassenden Aufklärung steht allerdings Desinteresse der Politik im Wege.

      51527
    • Zerstörte syrische Stadt Aleppo (Archivbild)

      Die Staatschefs der USA, Großbritanniens, Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Kanadas erwägen in einer gemeinsamen Erklärung zur Lage im syrischen Aleppo, Sanktionen gegen Anhänger von Präsident Baschar al-Assad zu verhängen.

      897884
    • Die noch in der UdSSR gebaute Antonow An-124 Ruslan war viele Jahre das größte Transportflugzeug der Welt.

      Nachdem der designierte US-Präsident Donald Trump die Abbestellung der neuen Air Force One aus Boeing-Produktion gefordert hat, bietet sich Antonow als Alternative an. Der ukrainische staatliche Flugzeugbauer ist finanziell angeschlagen, nachdem Kiew sämtliche Kontakte mit den russischen Zulieferern abbrechen lassen hat.

      164962
    • T-72-Panzer bei Nato-Übung

      Britische Militärs haben eine Übung organisiert, in deren Verlauf ein Krieg gegen Russland simuliert wurde. Damit das Ganze möglichst überzeugend aussieht, führten die Briten alte sowjetische T-72-Panzer polnischer Produktion sowie völlig veraltete T-55 auf das Schlachtfeld, die sie bei Museen und privaten Sammlern geliehen haben.

      566938
    • G7 in Elmau, Archivbild

      Männer kommen und gehen, „Mutti“ bleibt? Alle winken sie höflich und treten ab, nur Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht: Wie ein Fels in der Brandung zeigt sie ihre Firmengeste – den „Merkelizer“. Will die Kanzlerin uns mit ihrer „Raute der Macht“ aus der Vergangenheit nahebringen, dass sie auch weiter am Ruder bleibt?

      171250