21:26 04 Dezember 2016
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    Ukraine verlegt Kriegsgerät von Krim in östliche Protestgebiete

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    Regelung der Krise in der Ukraine (2428)
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    Die Kriegstechnik, die das ukrainische Militär von der nunmehr russischen Krim abzieht, wird in östliche Regionen verlegt und soll dort gegen die Demonstranten eingesetzt werden, erfuhr RIA Novosti aus dem Verteidigungsministerium in Kiew.

    Die Kriegstechnik, die das ukrainische Militär von der nunmehr russischen Krim abzieht, wird in östliche Regionen verlegt und soll dort gegen die Demonstranten eingesetzt werden, erfuhr RIA Novosti aus dem Verteidigungsministerium in Kiew.

    Da es an intaktem Kriegsgerät für die Nationalgarde mangelt, habe Übergangspräsident Alexander Turtschinow den Generalstab beauftragt, alle Panzer, Fahrzeuge und Munition von der Krim nach Osten zu verlegen, teilte ein Sprecher mit, der  anonym bleiben wollte. Dies sei viel billiger, als die Technik vom Westen des Landes zu verlegen. „Die gesamte Technik von der Krim wird in die Gebiete Donezk, Lugansk und Charkow verlegt. Nach der Niederwerfung der Proteste soll dort ein Armeekorps und eine neue Division des Innenministeriums aufgestellt werden." Handfeuerwaffen und Panzerfäuste würden direkt an die Nationalgarde übergeben, deren Kern, so der Sprecher, die Kämpfer des nationalistischen „Rechten Sektors“ bilden.

    Die politische Krise in der Ukraine war eskaliert, nachdem die prowestliche Opposition im Februar den prorussischen Staatschef Viktor Janukowitsch gestürzt und eine Übergangsregierung gestellt hatte. Von Russen dominierte Gebiete im Osten und Süden der Ukraine haben die neue, von Nationalisten geprägte Regierung in Kiew nicht anerkannt. In Donezk, Charkow, Lugansk und andere Städten demonstrierten Tausende Menschen für eine Föderalisierung der Ukraine. Aktivisten besetzten Verwaltungsgebäude und bauten Barrikaden.

    Am Sonntagmorgen befahl der ukrainische Innenminister Arsen Awakow einen bewaffneten Einsatz gegen die Demonstranten in Slawjansk. Bei den Zusammenstößen gab es Tote und Verletzte. Übergangspräsident Alexander Turtschinow kündigte daraufhin eine „groß angelegte Anti-Terror-Operation“ unter Einsatz der Streitkräfte in östlichen Gebieten an.

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