13:15 21 Februar 2019
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    Zwischen USA und Russland begann zweiter Kalter Krieg – Experte

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    Sanktionen gegen Russland (857)
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    Zwischen Russland und den USA hat ein zweiter Kalter Krieg begonnen. Aber unter den heutigen Bedingungen wird es kein Spiel „zu zweit“ geben, weil im 21. Jahrhundert vieles auch von Positionen anderer Länder abhängt, wie Fjodor Lukjanow, Vorsitzender des Präsidiums des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik, zu RIA Novosti sagte.

    Zwischen Russland und den USA hat ein zweiter Kalter Krieg begonnen. Aber unter den heutigen Bedingungen wird es kein Spiel „zu zweit“ geben, weil im 21. Jahrhundert vieles auch von Positionen anderer Länder abhängt, wie Fjodor Lukjanow, Vorsitzender des Präsidiums des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik, zu RIA Novosti sagte.

    Die USA verhängten am Montag Sanktionen gegen sieben russische Amtspersonen und 17 Unternehmen. Die Europäische Union kündigte an, sie werde auch die Sanktionsliste im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine erweitern und weitere 15 Personen darin aufnehmen. Die Liste soll am heutigen Dienstag veröffentlicht werden. 

    „Es hat bereits keinen Sinn, über die Zuspitzung der Beziehungen zwischen Russland und den USA zu sprechen. Wir sind einfach in eine andere Realität übergegangen. Diese Realität heißt  ein ‚zweiter Kalter Krieg‘. Entsprechend werden sich die Beziehungen ferner in Übereinstimmung mit jenen informalen Regeln gestalten, die diesen Zustand der zwischenstaatlichen Beziehungen vorsehen – Sanktionen, Gegenmaßnahmen, Zügelung und Versuche, der Gegenseite einen Schaden zuzufügen, aber dabei stets mit einem Seitenblick auf mögliche Antwort“, sagte Lukjanow.

    Allerdings unterscheidet sich die heutige Konfrontation wesentlich vom ersten Kalten Krieg. Die gegenwärtige Welt  ist offen und diversifiziert. So dass es kein Spiel „zu zweit“ geben wird, führte der Experte aus. 

    „Kaum wird sich jemand an die Haltung Russlands anschließen. Die Frage besteht darin, inwieweit strikt die Verbündeten der USA deren Forderungen erfüllen werden. Heute ist das auch nicht garantiert“, so der Experte.

    Er fügte hinzu, dass der Kalte Krieg nicht die Siegerermittlung, sondern die Zügelung und das Behindern des Opponenten bei der Erweiterung seiner Einflusssphäre vorsehe. 

    Er wies auch darauf hin, dass es schwerfalle, die Antwortsanktionen Russlands vorauszusehen.

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