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    Opferzahl vertuscht? Abgeordneter spricht von 116 Brandtoten in Odessa

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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Drei Tage nach dem Branddrama in Odessa wirft der Abgeordnete Wadim Sawenko den Kiewer Behörden vor, die wahre Opferzahl zu verschweigen. Nach seinen Angaben starben nicht 42, sondern 116 Menschen in dem brennenden Gewerkschaftshaus.

    Drei Tage nach dem Branddrama in Odessa wirft der Abgeordnete Wadim Sawenko den Kiewer Behörden vor, die wahre Opferzahl zu verschweigen. Nach seinen Angaben starben nicht 42, sondern 116 Menschen in dem brennenden Gewerkschaftshaus.

    „Nach unseren Angaben wurden im Gewerkschaftshaus 116 Menschen getötet“, sagte Sawenko, der im Gebietsparlament sitzt. Nach seinen Worten haben geborgene Leichen „Kugelwunden am Kopf“ aufgewiesen. Die Brandtragödie bezeichnete er als „Strafoperation gegen die prorussisch gesinnten Bürger“.

    In Odessa war es am Freitag zu Ausschreitungen zwischen Anhängern eines Referendums und Kämpfern des ultranationalistischen Rechten Sektors gekommen. Die Extremisten steckten ein Zeltlager in Brand, in dem Unterschriften für ein Referendum über die Zukunft des Gebietes Odessa gesammelt wurden. Mehrere Anti-Maidan-Aktivisten versteckten sich im benachbarten Gewerkschaftshaus. Die Angreifer versperrten die Ausgänge und bewarfen das Gebäude mit Molotow-Cocktails.

    Dutzende verbrannten bei lebendigem Leibe oder starben beim Sprung aus den Fenstern. Fernsehbilder zeigten, wie verletzte Anti-Maidan-Aktivisten, denen die Flucht aus den Flammen gelang, von den Radikalen zusammengeschlagen wurden. Die Polizei schritt nicht ein. Nach Angaben des Innenministeriums in Kiew kamen in Odessa insgesamt 42 Menschen ums Leben, 214 weitere wurden verletzt. Der ukrainische Premierminister Arsenij Jazenjuk hat das Innenministerium für die zahlreichen Toten verantwortlich gemacht.

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