03:00 15 November 2018
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    Abdel Fattah al-Sisi

    Ägyptischer Präsidentenkandidat Al-Sisi: Keine „Muslimbrüder“ mehr

    © AP Photo / Maya Alleruzzo
    Politik
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    Die Vereinigung der „Muslimbrüder“ wird laut Ex-Verteidigungsminister Abdel Fattah al-Sisi im Falle seines Sieges bei der bevorstehenden Präsidentenwahl in Ägypten ihre Tätigkeit völlig einstellen.

    Die Vereinigung der „Muslimbrüder“ wird laut Ex-Verteidigungsminister Abdel Fattah al-Sisi im Falle seines Sieges bei der bevorstehenden Präsidentenwahl in Ägypten ihre Tätigkeit völlig einstellen.

    Der ehemalige Militär hat sich am Montagabend in seinem bisher ersten Fernsehinterview zu diesem Thema geäußert. 

    Während des knapp einstündigen Gesprächs erzählte der Ex-Minister unter anderem von seinem Privatleben und seiner Einstellung zu Präsident Gamal Abdel Nasser, der das Land in den Jahren 1954 bis 1970 regiert hatte. Es ging auch um die Pläne von Al-Sisi im Falle seines Wahlsieges, insbesondere um das weitere Schicksal der in Ägypten verbotenen „Muslimbruderschaft“.

    Der Marschall versicherte, den Begriff „Muslimbrüder“ werde es während seiner Präsidentschaft nicht geben. „Meine Ansichten bedeuten jedoch nicht, dass ich gegen die islamische Religion bin“, so der Präsidentenkandidat. Ihm zufolge haben die „Muslimbrüder“ den Vertrag gebrochen, entsprechend dem sie von den Ägyptern gewählt worden waren“.

    „Nicht ich habe mit der Vereinigung der ‚Muslimbrüder‘ Schluss gemacht, sondern das ägyptische Volk hat das getan. Denn diese Organisation mit ihrer Ideologie darf nicht länger existieren und die Ägypter haben ihr Urteil gefällt“, so Al-Sisi.

    Nach der Rolle der Armee im Falle seines Wahlsieges gefragt, sagte Al-Sisi, die Streitkräfte würden das Land nicht regieren und sich nicht in die Politik des Staates einmischen. 

    Die Höchste Wahlkommission Ägyptens hatte am Freitag die Kandidatenliste für die Präsidentenwahl bestätigt. Darauf steht neben Abdel Fattah al-Sisi auch der Sozialist Hamdin Sabahi.

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