05:16 29 September 2016
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„Iswestija“: Russischer Gaspreis für China bei 350 bis 380 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter

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Russland baut Gaspipeline nach China (22)
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Der endgültige russische Gaspreis für China wird 350 bis 380 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter betragen, schreibt die Zeitung „Iswestija“ unter Hinweis auf eine Quelle in Gazprom.

Der endgültige russische Gaspreis für China wird 350 bis 380 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter betragen, schreibt die Zeitung „Iswestija“ unter Hinweis auf eine Quelle in Gazprom.

Der russische Präsident Wladimir Putin tritt am 20. Mai einen China-Besuch an, bei dem, wie erwartet wird, Gazprom und die chinesische staatliche Erdöl- und Erdgaskorporation CNPC einen Vertrag über Gaslieferungen unterzeichnen können. 

Vor dem Hintergrund der zugespitzten politischen Probleme in den Beziehungen zwischen Russland und den EU-Ländern sowie der Absicht der europäischen Verbraucher, die Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen zu verringern, äußerte eine Reihe von Beobachtern die Vermutung, dass Russland in den Verhandlungen über die Gaslieferungen nach China wesentliche Zugeständnisse machen könne. Es gehe darum, den Absatz von mineralischen Rohstoffen zu sichern, die einen wesentlichen Anteil an den russischen Haushaltseinnahmen bilden.

„Entgegen geäußerten Prognosen über wesentliche Rabatte für China wird der endgültige Gaspreis auf dem Niveau des Durchschnittspreises in Europa liegen, das heißt im Bereich von 350 bis 380 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter“, sagte eine Quelle in Gazprom der Zeitung.

Laut dieser Quelle hat Alexej Miller „lediglich eine Zahl zu vereinbaren“. Geplant sei, dies bereits am heutigen Montag in Verhandlungen des Chefs der russischen Gasholding mit seinem CNPC-Amtskollegen zu tun.

Früher hatte Miller geäußert, dass Gazprom einen Vertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren über die jährliche Lieferung von 38 Milliarden  Kubikmeter Gas nach China zu Bedingungen unterzeichnen werde, die für die russische Seite ökonomisch annehmbar seien.

Die Quelle teilte der Zeitung weiter mit, dass Rosneft-Chef Igor Setschin der russischen Delegation angehören werde und das Unternehmen selbst ein breites Spektrum von Abkommen und Verträgen zum China-Besuch des Staatschefs vorbereite. 

Zuvor hatte Putin in einem Interview für führende chinesische Medien von einem hohen Grad der Vorbereitung einer Vereinbarung über den Export des russischen Erdgases nach China gesprochen.

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