13:57 22 November 2019
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    Russlands Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew

    Russland hat in 20 Jahren 200 Mrd. Dollar in Ukraine investiert - Wirtschaftsminister

    © RIA Novosti . Dmitry Astakhov
    Politik
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    Russland hat laut Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew in den zurückliegenden 20 Jahren 200 Milliarden US-Dollar in die ukrainische Wirtschaft investiert – unter anderem durch eine künstliche Senkung der Gastarife.

    Russland hat laut Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew in den zurückliegenden 20 Jahren 200 Milliarden US-Dollar in die ukrainische Wirtschaft investiert – unter anderem durch eine künstliche Senkung der Gastarife.

    „Vielleicht begreifen unsere europäischen und amerikanischen Freunde nicht, dass wir die ukrainische Wirtschaft unterstützt haben, indem wir die Preise für Gas und andere Ressourcen künstlich herabgesetzt, der Ukraine Kredite eingeräumt haben und so weiter“, sagte der Minister am Montag im TV-Sender RT. „In den letzten 20 Jahren haben wird dort rund 200 Milliarden Dollar angelegt.“

    „Russland ist daran interessiert, dass in der Ukraine Frieden und Gedeihen einkehren“, sagte er weiter. „Wir werden weiter nach einem Ausweg aus der Ukraine-Krise suchen, uns aber auf die Regionen und die sozialen Gruppen orientieren, die selbst über ihre Zukunft entscheiden müssen.“

    Dem EU-Assoziierungsabkommen der Ukraine komme jetzt besondere Bedeutung zu, sagte er weiter. Zugleich seien die Ukraine und Russland bereits durch rund 400 Abkommen aus verschiedenen Integrationsbereichen im Rahmen der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) und der Zollunion miteinander verbunden. Bei 40 davon handle es sich um grundlegende Abkommen, die nicht „einfach beiseite gelegt und vergessen werden können“.

    Sollte die Ukraine das EU-Assoziierungsabkommen unterschreiben, müssten technische Standards sowie sanitäre, phytosanitäre, veterinäre und andere Vorschriften geändert werden.  Außerdem bestehe die Gefahr, dass die Qualität ukrainischer Produkte nicht den europäischen Standards entspreche, so dass diese nicht auf den europäischen, sondern hauptsächlich auf den russischen Markt kommen würden.

    „Es ist durchaus möglich, dass wir uns dadurch gezwungen sehen, das  Gebührensystem zu ändern, das gegenwärtig zwischen der Ukraine und den Ländern der Zollunion Russland, Weißrussland und Kasachstan gilt“, so Uljukajew.

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