09:47 16 Dezember 2018
SNA Radio
    Politik

    Ost-Ukraine: Volksmilizen erschießen Kameraden wegen Marodieren

    Politik
    Zum Kurzlink
    Entwicklung in Ostukraine (2318)
    0 20

    Im ostukrainischen Slawjansk, das zwischen der ukrainischen Armee und der Volkswehr umkämpft ist, haben die Volksmilizen zwei eigene Leute wegen „Marodieren, Raub und Menschenentführung“ hingerichtet.

    Im ostukrainischen Slawjansk, das zwischen der ukrainischen Armee und der Volkswehr umkämpft ist, haben die Volksmilizen zwei eigene Leute wegen „Marodieren, Raub und Menschenentführung“ hingerichtet.

    „Kompanieführer“ Dmitri Slawow und „Zugführer“ Nikolai Lukjanow wurden auf Befehl des Volkswehr-Kommandeurs Igor Strelkow erschossen. Strelkow persönlich teilte das RIA Novosti mit. Er versprach einen erbarmungslosen Kampf gegen Marodieren und andere Verbrechen „im Hinterland“. Der „Volksgouverneur“ des Gebietes Donezk, Pawel Gubarew, hatte zuvor den Kriegszustand verhängt und die Etablierung  von Feldgerichten für Marodeure verordnet.

    Am 11. Mai hatte die Bevölkerung der Kohlebergbauregion Donezk und des benachbarten Gebietes Lugansk bei einem Referendum nach Angaben der regionalen Behörden mehrheitlich für eine Abspaltung von der Ukraine gestimmt. Am Tag darauf erklärten die beiden Regionen ihre Unabhängigkeit. Der Anlass für das Unabhängigkeitsreferendum war der Februar-Umsturz in Kiew, bei dem die Opposition den Staatschef Viktor Janukowitsch entmachtet hatte. Obwohl die von der Verfassung vorgeschriebene 75-Prozent-Mehrheit im Parlament nicht erreicht wurde, stellten Oppositionsparteien eine Übergangsregierung, die von den westlichen Staaten unverzüglich anerkannt wurde.

    Dagegen haben die von russischsprachigen Einwohnern dominierten Gebiete im Osten und Süden der Ukraine die neue, nationalistisch geprägte Regierung in Kiew nicht anerkannt. Dort demonstrierten tausende Menschen für ein Referendum und eine Föderalisierung der Ukraine. Regimegegner besetzten Verwaltungsgebäude, bauten Barrikaden und riefen „Volksrepubliken“ aus. Daraufhin startete die Regierung in Kiew in den Protestregionen eine „Anti-Terror-Operation“ unter Einsatz von Panzern, Hubschraubern und Flugzeugen. Bei den noch immer andauernden Gefechten gibt es zahlreiche Tote und Verletzte.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Entwicklung in Ostukraine (2318)