22:42 25 September 2017
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    Timoschenko will Arbeit von Präsident Poroschenko „peinlichst kontrollieren“

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    Präsidentenwahl in Ukraine (2014) (86)
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    Die ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko, die bei der jüngsten Präsidentenwahl gegen Oligarch Pjotr Poroschenko verlor, hat dem Gewinner zum Wahlsieg gratuliert. Sie werde die Arbeit des neuen Staatschefs „peinlichst kontrollieren“, erklärte die Politikerin am Donnerstag in Kiew nach Angaben ihrer Vaterlandspartei Batkiwschtschina.

    Die ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko, die bei der jüngsten Präsidentenwahl gegen Oligarch Pjotr Poroschenko verlor, hat dem Gewinner zum Wahlsieg gratuliert. Sie werde die Arbeit des neuen Staatschefs „peinlichst kontrollieren“, erklärte die Politikerin am Donnerstag in Kiew nach Angaben ihrer Vaterlandspartei Batkiwschtschina.

    „Die Ukrainer haben ihre Wahl getroffen, die ich sehr achte. Ich gratuliere dem neuen Präsidenten zum Sieg. Das Volk hat ihm einen großen Vertrauenskredit gewährt, den er jetzt abzuarbeiten hat. Dafür hat der neue Staatschef alle Möglichkeiten und Vollmachten“.

    Zugleich wies Timoschenko darauf hin, dass die Ukraine derzeit in einer komplizierten Situation steckt und eine weitere Zuspitzung politischer Gegensätze jetzt nicht zweckmäßig wäre. „Um des Friedens willen, um der Verwirklichung der Ideale des Maidan willen ist meine Mannschaft bereit, dem neuen Präsidenten der Ukraine zu helfen. Aber unsere Partei und ihre (Parlaments-)Fraktion werden die Handlungen des neuen Präsidententeams peinlichst kontrollieren“, versprach die Politikerin.

    Zuvor hatten dem neugewählten Präsidenten seine Amtskollegen Ilcham Alijew (Aserbaidschan), Alexander Lukaschenko (Weißrussland) und einige andere Politiker gratuliert. Präsident Wladimir Putins Berater Juri Uschakow erklärte am Donnerstag, Putin werde über eine Gratulation für Poroschenko erst nach offizieller Bekanntgabe des Wahlresultats entscheiden.

    Poroschenkos Amtseinführung ist für den 7. Juni in Kiew geplant. Details der Zeremonie werde sie später bekanntgeben, teilte Poroschenkos Sprecherin Irina Fris mit. „In jedem Fall werden keine Veranstaltungen auf dem Unabhängigkeitsplatz (Maidan) geplant“, sagte sie.

    Nach der Auswertung der 100 Prozent der Wahlzettel erhielt Poroschenko bei der Wahl vom vergangenen Sonntag 54,7 Prozent der Stimmen. Seine Hauptrivalin Timoschenko schnitt mit 12,81 Prozent ab. Drittplatzierter war der Führer der Radikalen Partei, Oleg Ljaschko, mit 8,32 Prozent der Stimmen.

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