20:50 19 Februar 2020
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    Die USA und ihre Verbündeten haben nach ihrer Invasion im Irak im Jahr 2003 auch Wohngebiete mit Munition aus abgereichertem Uran beschossen und hunderte Ortschaften radioaktiv verseucht. Zu diesem Schluss geriet die niederländische Menschenrechtsorganisation IKV Pax nach einer Studie.

    Die USA und ihre Verbündeten haben nach ihrer Invasion im Irak im Jahr 2003 auch Wohngebiete mit Munition aus abgereichertem Uran beschossen und hunderte Ortschaften radioaktiv verseucht. Zu diesem Schluss geriet die niederländische Menschenrechtsorganisation IKV Pax nach einer Studie.

    Das US-Militär hatte bis jetzt den Einsatz solcher Munition gegen irakische Panzertruppen eingestanden. Doch nach Angaben der Menschenrechtler, die die Geographie der Beschüsse untersuchten, wurden auch Ortschaften im Raum Basra, al-Samawa und Nasiria mit Uran-Munition beschossen. Zudem wurde die gefährliche Munition gegen die irakische Infanterie eingesetzt.

    Allein 2003 sollen die Alliierten, so der Bericht, mindestens als 10.000 Geschosse mit abgereichertem Uran abgefeuert haben. Während des gesamten Krieges wurden mehr als 300.000 Uran-Geschosse eingesetzt. Dadurch wurden zwischen 300 und 365 Ortschaften im Irak radioaktiv verseucht. Für eine Dekontamination wären rund 30 Millionen US-Dollar erforderlich. Laut einer Empfehlung des US-Militärs aus dem Jahr 1975 darf die Uranmunition nur gegen Panzer und gut geschützte Ziele eingesetzt werden.

    Die USA und ihre Verbündeten waren 2003 im Irak eingefallen — unter dem Vorwand, dass das Regime Saddam Hussein an Massenvernichtungswaffen baut. Dieser Verdacht hat sich nie bestätigt. Die Koalitionstruppen haben den Irak Ende 2011 verlassen.

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