07:56 10 Dezember 2016
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    Feuerpause: Poroschenko droht mit „Plan B“

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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hat nach eigener Aussage einen „Plan B“ in petto – für den Fall, dass sein am Freitag angekündigter Friedensplan für die Ost-Ukraine nicht aufgehen sollte.

    Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hat nach eigener Aussage einen „Plan B“ in petto – für den Fall, dass sein am Freitag angekündigter Friedensplan für die Ost-Ukraine nicht aufgehen sollte.

    „Das Friedensszenario ist unser Plan A“, sagte Poroschenko am Freitagabend in Kiew. „Diejenigen, die die Friedensgespräche lediglich dazu ausnutzen wollen, Zeit zu gewinnen und Kräfte umzugruppieren, die müssen wissen,  dass wir einen detaillierten Plan B haben.“ Der Präsident  nannte keine Details. „Ich will jetzt nicht darauf eingehen, denn ich glaube, dass unser Friedensplan funktioniert.“

    Die ukrainische Übergangsregierung, die nach dem Februar-Umsturz an die Macht gekommen war, schickte im April Truppen in die östlichen Kohlebergbau-Regionen Donezk und Lugansk, weil diese den Machtwechsel und die neue, nationalistisch geprägte Regierung in Kiew nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten unter Einsatz von Panzern und Kampfjets gibt es auf beiden Seiten viele Tote und Verletzte.

    Der neue Präsident Pjotr Poroschenko verordnete am vergangenen Freitag eine einwöchige Waffenruhe und kündigte einen Friedensplan an. Russlands Präsident Wladimir Putin begrüßte Poroschenkos Friedensvorstoß. Der ukrainische Oligarch Igor Kolomojski, der von der neuen Kiewer Regierung im März zum Gouverneur des Gebiets Donezk ernannt worden ist, lehnte Poroschenkos Friedensplan strikt ab. Ein Vertreter des ukrainischen Nationalen Sicherheitsrats teilte RIA Novosti  mit, dass Kolomojski im Gespräch mit Poroschenkos dessen Verordnung abgelehnt und versprochen habe,  dass seine Privatarmee „den Separatisten trotz der Waffenruhe den Rest geben wird“. In der Nacht zum Samstag nahm die ukrainische Artillerie die belagerte Protesthochburg Slawjansk nach Angaben regionaler Behörden wieder unter Beschuss.

    Slawlansk: Das Leben unter Artilleriefeuer - Fotostrecke >>

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