03:18 24 August 2017
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    Ukrainische Grenzsoldaten suchen Zuflucht in Russland

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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    15 der 80 ukrainischen Grenzsoldaten, die in der Nacht zum Samstag vor den Gefechten in der Ost-Ukraine auf russisches Territorium geflüchtet sind, haben Russland um Asyl ersucht, wie RIA Novosti aus den Sicherheitskreisen im Gebiet Rostow erfuhr.

    15 der 80 ukrainischen Grenzsoldaten, die in der Nacht zum Samstag vor den Gefechten in der Ost-Ukraine auf russisches Territorium geflüchtet sind, haben Russland um Asyl ersucht, wie RIA Novosti aus den Sicherheitskreisen im Gebiet Rostow erfuhr.

    „15 ukrainische Grenzsoldaten weigern sich, in die Ukraine zurückzukehren, um bitten um Asyl in Russland“, teilte ein Sprecher mit. Nach seinen Worten fürchten die Soldaten Rache des nationalistischen Rechten Sektors.

    Am Samstag hatte der russische Grenzschutz mitgeteilt, dass mehr als 80 ukrainische Grenzsoldaten durch den Grenzübergang Iswarino auf russisches Gebiet gelangt seien und dort Zuflucht vor den ortukrainischen Milizen gesucht hätten. Mehrere der ukrainischen Grenzer seien mit Verletzungen eingetroffen und mussten medizinisch behandelt werden, teilte Grenzschutzsprecher Wassili Malajew mit. Der ukrainische Grenzschutz bestätigte am Samstagabend, dass Russland sechs verletzte Grenzsoldaten übergeben habe. „Die Verletzten wurden uns übergeben“, teilte Sergej Astachow, Sprecher des ukrainischen Grenzschutzes mit.

    Die ukrainische Übergangsregierung, die nach dem Februar-Umsturz an die Macht gekommen war, schickte im April Truppen in die östlichen Kohlebergbau-Regionen Donezk und Lugansk, weil diese den Machtwechsel und die neue, nationalistisch geprägte Regierung in Kiew nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten unter Einsatz von Panzern und Kampfjets gibt es auf beiden Seiten viele Tote und Verletzte. Der neue Präsident Pjotr Poroschenko verordnete am vergangenen Freitag eine einwöchige Waffenruhe und kündigte einen Friedensplan an.

    Seit der Eskalation der Ukraine-Krise in diesem Jahr sind mehr als 400.000 Ukrainer nach Angaben der russischen Migrationsbehörde FMS in Russland für einen Daueraufenthalt eingetroffen. Nach Angaben des Zivilschutzes halten sich rund 19.000 behördlich erfasste Flüchtlinge aus der Ukraine in Russland auf. In Süd- und Zentralrussland sind rund 220 Herbergen für die ukrainischen Flüchtlinge eingerichtet worden.

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