13:02 22 November 2019
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    Deutsche Unternehmer frieren Investitionen in Russland und Ukraine ein

    © Sputnik / Ruslan Krivobok
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    Deutsche Unternehmen, die in Russland und in der Ukraine investiert sind, befürchten eine Rezession in diesen Ländern und sind in Bezug auf die Ukraine-Krise skeptisch eingestellt.

    Viele legen ihre Investitionen auf Eis, ergibt die jüngste Umfrage des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft.

    Deutsche Unternehmen, die in Russland und in der Ukraine investiert sind, befürchten eine Rezession in diesen Ländern und sind in Bezug auf die Ukraine-Krise skeptisch eingestellt. Viele legen ihre Investitionen auf Eis, ergibt die jüngste Umfrage des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft.

    „Für Russland befürchten mittlerweile 53 Prozent der befragten Unternehmen eine Rezession in den kommenden zwölf Monaten. Im Januar 2014 hatte dieser Umfragewert nur bei 14 Prozent gelegen“, teilt der Ost-Ausschuss auf seiner Internetseite mit.

    Für die Ukraine fallen die Zahlen noch dramatischer aus: 55 Prozent der Befragten sagen für die Ukraine eine schwere Rezession voraus, weitere 22 Prozent zumindest noch eine leichte Rezession. Nur neun Prozent sehen noch eine Chance für leichtes Wachstum bis Sommer 2015.

    Die Zahl der deutschen Unternehmen, die auf die Krise mit der Überprüfung geplanter Investitionen reagiert, ist erheblich: 22 Prozent der befragten Unternehmen geben an, sie hätten Investitionen in Russland auf Eis gelegt. Laut dem Ausschuss-Vorsitzenden Eckhard Cordes, der die Umfrage am Freitag in Berlin vorstellte, liegt die Gesamtsumme dieser Investitionen bei 83 Millionen Euro.  

    Da zu Jahresbeginn nur 38 Prozent der Unternehmen überhaupt neue Investitionen planten, ist davon auszugehen, dass bereits jedes zweite Projekt wegen der Krise verschoben oder abgesagt wurde.

    Für die Ukraine hat die Umfrage ergeben, dass hier Investitionen im Wert von 55 Millionen Euro derzeit nicht realisiert werden, heißt es in der Mitteilung.

    Die Umfrage wurde vom 27. Mai bis 18 Juni unter 105 deutschen Unternehmen durchgeführt.

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