05:56 19 November 2017
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    Moskau ruft zur „objektiven Einschätzung“ der Gefahr durch ISIS auf

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    Lage in Syrien (189)
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    Das russische Außenministerium hat seine Partner in der internationalen Völkergemeinschaft aufgerufen, die Ereignisse in Syrien und im Irak objektiv einzuschätzen und keine Schritte zu unternehmen, die zu einer Vergrößerung der Terrorgefahr im Nahen Osten führen würden.

    Das russische Außenministerium hat seine Partner in der internationalen Völkergemeinschaft aufgerufen, die Ereignisse in Syrien und im Irak objektiv einzuschätzen und keine Schritte zu unternehmen, die zu einer Vergrößerung der Terrorgefahr im Nahen Osten führen würden.

    Am Sonntag hatte die radikale Gruppierung ISIS, die größere Territorien im Norden und im Osten Syriens sowie im Norden und im Westen des Iraks kontrolliert, die Gründung eines islamischen Kalifats ausgerufen.

    Wie ein Sprecher der US-Beobachtungsgruppe SITE der Agentur sagte, hat die Gruppierung mit der bisherigen Selbstbezeichnung „Islamischer Staat im Irak und Syrien“ (ISIS) nun einen neuen Namen – „Islamischer Staat“. 

    Der ISIS-Sprecher Mohammed al-Adnani hat in seiner auf YouTube veröffentlichten Ansprache den Kalifen erstmals mit seinem vollen Namen - Abdullah Ibrahim Awad al-Samarrai – genannt.

    US-Präsident Barack Obama hatte am Donnerstag den Kongress ersucht, 500 Millionen Dollar für Ausstattung und Militärausbildung des bewaffneten Flügels der syrischen Opposition bereitzustellen. Diese Mittel sind ein Teil des gesamten Pakets in Höhe von 65,8 Mrd. Dollar, die für Operationen im Ausland bestimmt sind.

    „Angesichts des realen Stands der Dinge“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung des russischen Außenministeriums „werden diese beträchtlichen Mittel, sollten sie bereitgestellt werden, faktisch völlig für die Festigung des von ISIS ausgerufenen ‚Kalifats‘ verwendet.“

    „Wir rufen unsere Partner in der internationalen Völkergemeinschaft auf, die gefährliche Entwicklung in Syrien und im Irak aufmerksam und objektiv einzuschätzen, von der Praxis der doppelten Standards Abstand zu nehmen und keine Schritte zu unternehmen, die nicht zu einer Eindämmung, sondern im Gegenteil zu einer Vergrößerung der terroristischen und der extremistischen Gefahr in der turbulenten Region des Nahen Ostens führen“, wird im Dokument betont.

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