05:37 26 September 2016
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Irans Vize-Außenminister: USA stecken hinter Isis im Irak

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Eskalation im Irak (80)
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Die Entwicklung im Irak ist laut dem stellvertretenden iranischen Außenminister Hossein Amir-Abdollahian Folge einer äußeren Einmischung sowie eines Planes der USA.

Die Entwicklung im Irak ist laut dem stellvertretenden iranischen Außenminister Hossein Amir-Abdollahian Folge einer äußeren Einmischung sowie eines Planes der USA.

„Die Amerikaner benutzen Terrorgruppen zur Umsetzung ihrer eigenen Interessen in der Region“, sagte Amir-Abdollahian am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Moskau.

„Davon zeugt die Tatsache, dass die Amerikaner dem Terror in Syrien und im Irak nichts entgegensetzen.“

Die Amerikaner wollen seinen Worten zufolge im Irak eine Art Ukraine herstellen. Die Gruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (Isis) sei dabei ein Instrument in ihren Händen, um einen psychologischen Krieg zu führen und „Furcht zu verbreiten“.

Die USA seien nicht imstande, einen neuen regionalen Krieg zu entfachen, denn sie könnten auf die Ereignisse in der Region nicht schnell reagieren. Sie bemühten sich, ihre Schwäche dadurch auszugleichen, dass sie Zusammenstöße zwischen Konfessionen und Stämmen anheizen, so der Diplomat.

Am Sonntag hatte die radikale Gruppierung ISIS, die größere Territorien im Norden und im Osten Syriens sowie im Norden und im Westen des Iraks kontrolliert, die Gründung eines islamischen Kalifats ausgerufen. Die Gruppierung mit der bisherigen Selbstbezeichnung „Islamischer Staat im Irak und der Levante“ (ISIS) hat nun einen neuen Namen – „Islamischer Staat“.

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