22:46 06 Dezember 2016
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    Ein Soldat mit Gasmaske

    Experte: Ukrainisches Militär setzt offenbar Chemiewaffen ein

    © RIA Novosti. Yulia Chesnova
    Politik
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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Die ukrainische Armee hat allem Anschein nach Chemiewaffen gegen die Aufständischen in den Gebieten Donezk und Lugansk eingesetzt, wie der Präsident der Akademie für geopolitische Probleme (Russland), Dr. Konstantin Siwkow, äußerte.

    Die ukrainische Armee hat allem Anschein nach Chemiewaffen gegen die Aufständischen in den Gebieten Donezk und Lugansk eingesetzt, wie der Präsident der Akademie für geopolitische Probleme (Russland), Dr. Konstantin Siwkow, äußerte.

    „Offenbar werden Chemiewaffen eingesetzt. Das müssen Mediziner ermitteln, doch Zeugenangaben zufolge wurden Minen mit chemischen Substanzen eingesetzt, wobei Militärs davon betroffen sind“, so Siwkow.

    Dem Anschein nach seien chemische Kampfstoffe wie Phosgen bzw. ähnliche veraltete Atemgifte, die die Lungen schädigen, eingesetzt worden.

    Dem Experten zufolge hat die Ukraine noch Chemiewaffen aus sowjetischen Restbeständen. „Diese Waffen stammen aus der Sowjetzeit und gerieten in Vergessenheit. Russland hat seine C-Waffen vernichtet, die Ukraine nicht. Die Entsorgung von C-Waffen kostete viel Zeit und Geld. Die Ukraine hatte weder das eine noch das andere“, so Siwkow.

    Wie der Experte betonte, hat er keine Angaben über den Einsatz von Streubomben. Zudem verwende die ukrainische Armee keine Phosphorbomben, weil sie wegen der anspruchsvollen Lagerungsbedingungen nicht mehr genutzt werden und daher nicht mehr zur Verfügung stehen.

    Zugleich bestätigte der Experte den möglichen Einsatz starker Brandbomben. „Anscheinend wurden Brandstoffe eingesetzt wie Thermit bzw. Elektron“, so Siwkow in einem Gespräch mit RIA Novosti.

    „Brandstoffe wie Napalm werden gewöhnlich in großkalibriger Munition aus Flugzeugen großflächig abgeworfen. Hier gab es eine Explosion in der Höhe, die Brandstoffe sanken langsam nach unten“, so Siwkow.

    Seit April wird im Osten der Ukraine von der neuen Regierung eine Sonderoperation zur Niederschlagung der Protestbewegung durchgeführt, die als Reaktion auf den Machtsturz im Februar entstanden war. In Moskau wird diese Operation, die bereits zu vielen Opfern auf beiden Seiten geführt hat, als „Strafoperation“ bezeichnet und dazu aufgerufen, sie umgehend einzustellen.

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