11:27 21 November 2019
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    Total-Chef gegen neue Berliner Mauer zwischen Europa und Russland

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    Sanktionen gegen Russland (857)
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    Der Generaldirektor des französischen Erdöl- und Erdgasgiganten Total, Christophe de Margerie, hat in einem Interview für Reuters den heutigen Stand der Beziehungen zwischen der EU und Russland mit der Errichtung einer neuen Berliner Mauer verglichen.

    Der Generaldirektor des französischen Erdöl- und Erdgasgiganten Total, Christophe de Margerie, hat in einem Interview für Reuters den heutigen Stand der Beziehungen zwischen der EU und Russland mit der Errichtung einer neuen Berliner Mauer verglichen.

    „Menschen ringsum sagen, dass wir uns gegen die Ukraine schützen müssen und beginnen anschließend über Russland zu sprechen. Das sind absolut unterschiedliche Dinge. Wollen wir denn eine neue Berliner Mauer errichten?“, fragt Margerie rhetorisch.

    „Russland ist ein Partner. Wir dürfen keine Zeit vergeuden, um uns vor unserem Nachbarn zu schützen. Wir müssen daran denken, von jedem Land nicht zu sehr abzuhängen. Und  nicht von Russland, das uns mehrmals gerettet hat“, fügte der Generaldirektor hinzu.

    Er verwies insbesondere auf die Wichtigkeit des Funktionierens der Gaspipelines South und Nord Stream, die Europa störungsfreie russische Gaslieferungen unter Umgehung der Ukraine sichern.

    Früher hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow geäußert, dass die Realisierung des durch die EU ausgesetzten Projektes South Stream zur Festigung der Energiesicherheit von ganz Europa beitragen werde.

    Das Projekt wird vor dem Hintergrund der angespannten Beziehungen zwischen Russland und Europa umgesetzt.

    Die Europäische Kommission hat eine harte Position zu grenzüberschreitenden Infrastrukturprojekten unter russischer Beteiligung bezogen – den Gasleitungen Opal (Abzweigung von Nord Stream) und South Stream – und erklärt, dass sie den Normen des dritten EU-Energiepakets nicht entsprechen würden, das es Gazprom nur erlaubt, die Gaspipeline höchstens bis zur Hälfte auszulasten.

    Gazprom hält diese EU-Normen für  diskriminierend und South Stream zur Gewährleistung der Energiesicherheit von Südeuropa für notwendig.

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