00:27 27 September 2016
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Moskau erwartet internationale Reaktion auf Entführung von Reportern in Ukraine

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Die jüngste Entführung von Journalisten in der Ukraine bedeutet nach Ansicht des russischen Außenamtes einen krassen Verstoß gegen die von Kiew übernommenen internationalen Verpflichtungen. „Solle sich der Verdacht erhärten, dass die Reporter von der Armee gefangen genommen wurden, muss eine harte internationale Reaktion folgen“, erklärte der Menschenrechtsbeauftragte des Außenamtes, Konstantin Dolgow, am Mittwoch in Moskau.

Die jüngste Entführung von Journalisten in der Ukraine bedeutet nach Ansicht des russischen Außenamtes einen krassen Verstoß gegen die von Kiew übernommenen internationalen Verpflichtungen. „Solle sich der Verdacht erhärten, dass die Reporter von der Armee gefangen genommen wurden, muss eine harte internationale Reaktion folgen“, erklärte der Menschenrechtsbeauftragte des Außenamtes, Konstantin Dolgow, am Mittwoch in Moskau. 

Zuvor hatte das Außenministerium mitgeteilt, dass vier Journalisten, darunter der Stringer des russischen TV-Senders RT, der Brite Graham Phillips, und ein Kameramann der Agentur Anna-News, in der Nacht zum Mittwoch in der umkämpften Ostukraine verschollen waren. „Nach uns vorliegenden Angaben werden sie von den ukrainischen Sicherheitskräften gefangen gehalten“, hieß es.

Dolgow zufolge wäre die Gefangennahme der Reporter absolut unannehmbar. Es komme darauf an, alle nur möglichen Schritte zu ihrer Freilassung zu unternehmen. „Kiew setzt seinen früheren Kurs auf die Neutralisierung unbequemer Journalisten fort. Die Reaktion darauf kann nur äußerst negativ sein“, sagte der Experte.

Das Außenministerium erinnerte daran, dass Phillips bereits von den ukrainischen Militärs gefangen genommen worden war.

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