19:15 07 Dezember 2016
Radio
    Soldatenmütter: Ukrainische Armee vertuscht Verluste – Leichen verwesen auf Schlachtfeld

    Soldatenmütter: Ukrainische Armee vertuscht Verluste Leichen verwesen auf Schlachtfeld

    © Sputnik/ Pavel Palmarchuk
    Politik
    Zum Kurzlink
    Entwicklung in Ostukraine (2318)
    0 825211

    Die Verluste der ukrainischen Armee bei den Gefechten im Osten des Landes sind nach Angaben der Soldatenmütter deutlich höher als offiziell dargestellt wird. Das Komitee der Soldatenmütter von Donbass wirft der Armeeführung vor, getötete Soldaten als Deserteure abzuschreiben.

    Die Verluste der ukrainischen Armee bei den Gefechten im Osten des Landes sind nach Angaben der Soldatenmütter deutlich höher als offiziell dargestellt wird. Das Komitee der Soldatenmütter von Donbass wirft der Armeeführung vor, getötete Soldaten als Deserteure abzuschreiben.

    „Die ukrainische Armee vertuscht ihre Verluste“, teilte die Vorsitzende des Komitees, Irina Popowa, dem lettischen Radiosender Baltkom mit. Nach ihren Angaben verwesen Leichen auf dem Schlachtfeld. So hätten Augenzeugen von „unerträglichem Leichengeruch“ an der umkämpften Anhöhe Saur-Mogila berichtet. „Dort herrscht eine Hitze von mehr als 30 Grad“, so Popowa weiter. „Die Eltern sind es leid, ihre Kinder zu begraben. Tote Soldaten der ukrainischen Armee werden als Deserteure gemeldet, um keine Entschädigungen zu zahlen.“

    Brudermord. Eine Chronik in Bildern>>

    Zuvor hatte der Kommandeur des regierungstreuen Freiwilligenbataillons Donbass, Semjon Sementschenko, die Verluste der Regierungstruppen in der Ost-Ukraine auf „sieben bis acht“ Tote am Tag geschätzt. Die Milizen der nicht anerkannten „Donezker Volksrepublik“ behaupteten dagegen, dass die Regierungsarmee allein vom 9. bis 15. Juli rund 1.600 Soldaten an Toten verloren habe.

    Themen:
    Entwicklung in Ostukraine (2318)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Top-Themen

    • Syrische Soldaten in Aleppo

      Die syrischen Regierungstruppen kontrollieren bereits 70 Prozent von Ost-Aleppo, wie das russische Versöhnungszentrum in Syrien meldet. Demnach stehen 50 Wohnviertel unter der Kontrolle der syrischen Behörden.

      142983
    • Teddy Bar

      Der jüngste Skandal um den Berliner Senat, der in den Siebzigerjahren wissentlich Pädophile als Pflegeväter für Straßenjungen eingesetzt hat, zeigt, dass das Thema sexueller Kindesmissbrauch nach wie vor aktuell ist. Einer umfassenden Aufklärung steht allerdings Desinteresse der Politik im Wege.

      51544
    • Zerstörte syrische Stadt Aleppo (Archivbild)

      Die Staatschefs der USA, Großbritanniens, Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Kanadas erwägen in einer gemeinsamen Erklärung zur Lage im syrischen Aleppo, Sanktionen gegen Anhänger von Präsident Baschar al-Assad zu verhängen.

      897898
    • Die noch in der UdSSR gebaute Antonow An-124 Ruslan war viele Jahre das größte Transportflugzeug der Welt.

      Nachdem der designierte US-Präsident Donald Trump die Abbestellung der neuen Air Force One aus Boeing-Produktion gefordert hat, bietet sich Antonow als Alternative an. Der ukrainische staatliche Flugzeugbauer ist finanziell angeschlagen, nachdem Kiew sämtliche Kontakte mit den russischen Zulieferern abbrechen lassen hat.

      164989
    • T-72-Panzer bei Nato-Übung

      Britische Militärs haben eine Übung organisiert, in deren Verlauf ein Krieg gegen Russland simuliert wurde. Damit das Ganze möglichst überzeugend aussieht, führten die Briten alte sowjetische T-72-Panzer polnischer Produktion sowie völlig veraltete T-55 auf das Schlachtfeld, die sie bei Museen und privaten Sammlern geliehen haben.

      566951
    • G7 in Elmau, Archivbild

      Männer kommen und gehen, „Mutti“ bleibt? Alle winken sie höflich und treten ab, nur Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht: Wie ein Fels in der Brandung zeigt sie ihre Firmengeste – den „Merkelizer“. Will die Kanzlerin uns mit ihrer „Raute der Macht“ aus der Vergangenheit nahebringen, dass sie auch weiter am Ruder bleibt?

      171254