19:19 07 Dezember 2016
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    Boeing-Crash: Nato-Chef will Beweise für Schuld der „Separatisten“ haben

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    Malaysische Boeing über Ukraine abgestürzt (299)
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    Nach dem mutmaßlichen Abschuss der malaysischen Boeing 777 über der Ost-Ukraine verfügt Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen nach eigener Aussage über „zahlreiche Angaben“, die eine Schuld der ukrainischen Milizen beweisen sollen.

    Nach dem mutmaßlichen Abschuss der malaysischen Boeing 777 über der Ost-Ukraine verfügt Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen nach eigener Aussage über „zahlreiche Angaben“, die eine Schuld der ukrainischen Milizen beweisen sollen.

    „Das ist eine menschliche Tragödie und ein Kriegsverbrechen. Wir haben zahlreiche Informationen, die davon zeugen, dass die Separatisten, die von Russland unterstützt, werden schuld sind“, sagte Rasmussen in einem Interview für die französische Zeitschrift Midi Libre. Der Nato-Chef ging nicht auf Details ein, sprach sich jedoch für eine umfassende und unabhängige internationale Untersuchung aus. Ein Nato-Sprecher wollte auf Anfrage der RIA Novosti nicht präzisieren, was für „Angaben“ die Nato habe. „Wir kommentieren keine Aufklärungsdaten“, hieß es.

    Zuvor hatte die Nato RIA Novosti mitgeteilt, dass die AWACS-Radarflugzeuge des Bündnisses, die zum Zeitpunkt des Boeing-Absturzes über Polen und Rumänien patrouilliert haben, aufgrund der großen Entfernung kaum etwas registriert hätten. Aus US-Geheidienstkreisen hieß es, dass die Vereinigten Staaten es nicht wissen, wer den malaysischen Passagierjet abgeschossen hat, und keine Beweise für eine Verwicklung Russlands haben. Dennoch verhängten die USA und die EU neue Sanktionen gegen Moskau.

    Die Boeing mit der Flugnummer MH17 war am 17. Juli aus bisher ungeklärter Ursache im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen der Verkehrsmaschine, die von Amsterdam nach Malaysia unterwegs war, kamen ums Leben. In der Region liefern sich die ukrainische Armee und bewaffnete Regierungsgegner seit Monaten heftige Gefechte. Die Regierung in Kiew und die Milizen werfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben.

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    © RIA Novosti.
    Erste Bilder von der Absturzstelle der malaysischen Boeing in Ostukraine

     

    Am 21. Juli veröffentlichte der russische Generalstab seine Radardaten. Daraus geht unter anderem hervor, dass ein ukrainischer Kampfjet kurz vor der Katastrophe unweit von der malaysischen Verkehrsmaschine aufgetaucht war und dass das ukrainische Militär am Absturztag deutlich mehr Radare als gewöhnlich betrieben hat. Satellitenaufnahmen zeigen zudem Buk-Batterien in der Region. Der Generalstab übergab das gesammelte Material an die internationalen Ermittler und rief die USA auf, ebenfalls ihre Satellitenaufnahmen und andere Angaben offenzulegen.

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