19:56 18 August 2018
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    Büro des US-Handelsvertreters: Einfuhrverbot nach Russland ist Schikane gegen westliche Geschäftswelt

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    Das von Russland als Gegenmaßnahme zu den Sanktionen des Westens verhängte Importverbot für Lebensmittel ist eine gezielte Schikane gegen die westliche Geschäftswelt, sagte Trevor Kincaid vom Büro des US-Handelsvertreters (Office of the United States Trade Representative, USTR) am Freitag RIA Novosti.

    Das von Russland als Gegenmaßnahme zu den Sanktionen des Westens verhängte Importverbot für Lebensmittel ist eine gezielte Schikane gegen die westliche Geschäftswelt, sagte Trevor Kincaid vom Büro des US-Handelsvertreters (Office of the United States Trade Representative, USTR) am Freitag RIA Novosti.

    Russland hatte auf die westlichen Wirtschaftssanktionen reagiert und für ein Jahr Einfuhrverbote für Lebensmittel und andere Waren aus den USA, den EU-Staaten, Kanada, Australien und Norwegen verhängt. Auf die entsprechende Liste wurden Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch, Obst, Käse und Milcherzeugnisse wie auch Nüsse und andere Produkte gesetzt. Die Güter, die vor dem Importstopp verladen worden sind, werden auf den russischen Markt zugelassen, gab die russische Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor an.

    „Schikanen gegen die westliche Geschäftswelt wirken sich auf Russland aus und werden dessen annehmende Isolierung und Beeinträchtigung des Wachstums zur Folge haben“, so Kincaid.

    „Wir verfolgen, welche konkreten Schritte Russland in der Praxis unternimmt, aber sie zeugen klar von einer selbstzerstörerischen Eskalation anstatt eines Voranschreitens auf dem Weg zur Lösung der wichtigsten Fragen.“

    Die USA hatten laut Gwen Sparks vom Landwirtschaftsministerium 2013 Agrargüter im Wert von 1,2 Milliarden Dollar nach Russland ausgeführt - weniger als ein Prozent ihrer gesamten Agrarexporte (144 Milliarden Dollar).

    Die wichtigsten Exportartikel der Branche nach Russland waren Fleisch und Geflügel (310 Millionen), Nüsse (172 Millionen) sowie Sojabohnen (150 Millionen).

    Der Westen hat Russland bereits mehrmals beschuldigt, die Milizen in den ostukrainischen Industrieregionen Donezk und Lugansk, die nach dem Februar-Umsturz in Kiew gegen die Regierungsarmee kämpfen, mit Waffen zu versorgen. Beweise dafür wurden nie vorgelegt. Moskau weist jede Verwicklung in den Ukraine-Konflikt zurück. Dennoch verhängten die USA und die EU in drei Stufen Sanktionen gegen Russland.

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