03:18 24 August 2017
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    Russland nimmt ukrainische Offiziere wegen Verdachts auf Zivilisten-Mord fest

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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Die russischen Behörden haben fünf ukrainische Offiziere wegen Verdachts auf Verbrechen gegen Zivilisten festgenommen. Die Offiziere, die am Montag gemeinsam mit weiteren 433 ukrainischen Soldaten nach Russland geflüchtet sind, werden unter anderem des Einsatzes international geächteter Waffen verdächtigt.

    Die russischen Behörden haben fünf ukrainische Offiziere wegen Verdachts auf Verbrechen gegen Zivilisten festgenommen. Die Offiziere, die am Montag gemeinsam mit weiteren 433 ukrainischen Soldaten nach Russland geflüchtet sind, werden unter anderem des Einsatzes international geächteter Waffen verdächtigt.

    Zwei Bataillonsführer, ein stellvertretender Bataillonsführer, ein Kompaniechef und ein Stabsoffizier aus der 72. Panzergrenadier-Brigade der ukrainischen Streitkräfte seien festgesetzt worden, bestätigte Wladimir Markin, Sprecher des russischen Ermittlungskomitees, am Freitag. Die Ermittler haben, so Markin, Beweise dafür, dass die 72. Brigade vom 18. Juli bis 3. August die Städte Krasnopartisansk und Krasnodon im Gebiet Lugansk mit zielungenauen Waffen beschossen und mindestens zehn Zivilisten getötet sowie mehr als 20 Wohnhäuser und Infrastrukturanlagen zerstört habe. Die Verdächtigen bestreiten, die Waffen gegen Zivilisten eingesetzt zu haben.

    Zudem werde geprüft, ob die festgesetzten ukrainischen Offiziere am Einsatz der verbotenen Phosphormunition und an den Angriffen auf russisches Gebiet beteiligt waren, sagte Markin weiter. Die Ermittler haben vor Gericht einen Haftbefehl gegen die ukrainischen Armeeangehörigen beantragt.

    In der Nacht zum Montag waren 438 ukrainischen Soldaten vor den Kämpfen in ihrer Heimat auf russisches Territorium geflohen. Die meisten von ihnen wurden mit Nahrung versorgt und in den vergangenen Tagen zurück in die Ukraine geschickt. Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin teilte am Freitag mit, dass fünf der Soldaten sich noch immer auf russischem Territorium aufhalten.

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