07:15 20 Juli 2018
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    Ukraine stoppt russischen Hilfskonvoi - Kiew fordert vom Roten Kreuz Frachtbrief

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    Russische Hilfsgüter für Ost-Ukraine (149)
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    Das ukrainische Zollamt hat den russischen Hilfstransport für die Bevölkerung der kriegsgebeutelten Ost-Ukraine an der Grenze gestoppt. Der Kiewer Sicherheits- und Verteidigungsrat erklärte die Verzögerung damit, dass das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, unter dessen Ägide die Lieferung erfolgt, keine Frachtpapiere vorgelegt habe.

    Das ukrainische Zollamt hat den russischen Hilfstransport für die Bevölkerung der kriegsgebeutelten Ost-Ukraine an der Grenze gestoppt. Der Kiewer Sicherheits- und Verteidigungsrat erklärte die Verzögerung damit, dass das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, unter dessen Ägide die Lieferung erfolgt, keine Frachtpapiere vorgelegt habe.

    „Unsere Vertreter haben vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz keine Frachtpapiere erhalten. Sobald die Papiere vorliegen, werden die Grenz- und Sollbeamten mit der Erledigung der Formalitäten beginnen“, teilte der Sprecher des ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrat, Andrej Lyssenko, am Freitag mit.

    Angesichts der andauernden Gefechte zwischen Militär und Volksmilizen in der Ost-Ukraine hatte Russland gemeinsam mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz am Montag einen Hilfskonvoi für die betroffenen Regionen geschickt. Am Freitag wurde bekannt, dass der Hilfskonvoi am Grenzübergang „Donezk“ auf der russischen Seite der Grenze auf die ukrainische Zollgenehmigung wartet.

    Eine Kolonne aus 280 Kamaz-Lkws hat unter anderem 400 Tonnen Grütze, 100 Tonnen Zucker, 62 Tonnen Kindernahrung, 54 Tonnen medizinische Geräte und Medikamente, 12.000 Schlafsäcke und 69 Kraftwerke geladen. Kiew hatte erst nach Rücksprache mit den USA den Hilfslieferungen zugestimmt, diese jedoch als „PR-Aktion“ beschimpft. Der ukrainische Ernährungsminister Igor Schwaika äußerte am Mittwoch, dass es im Kriegsgebiet keine humanitäre Katastrophe gäbe, weil das Militär gut verpflegt sei.

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