15:57 21 Juli 2018
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    Nach Sanktionen: EU will Schwellenländer vor Russland-Exporten abhalten

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    Russlands Antwort auf Sanktionen des Westens (174)
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    Nach dem russischen Importstopp für europäische Lebensmittellieferanten will die Europäische Union nach Informationen der Zeitung Financial Times diplomatische Hebel in Gang setzen, um zu verhindern, dass andere Staaten in die Bresche springen.

    Nach dem russischen Importstopp für EU-Lebensmittel will die Europäische Union nach Informationen der Zeitung Financial Times diplomatische Hebel in Gang setzen, um zu verhindern, dass andere Staaten in die Bresche springen.

    Die EU wolle die Staaten, die die Angebotslücke auf dem russischen Markt füllen wollen, unter diplomatischen Druck setzen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Quellen in Brüssel. Die EU-Außenminister würden bei einem Dringlichkeitstreffen am Freitag über gemeinsamen Druck auf lateinamerikanische Staaten, Ägypten und die Türkei beraten, die sich bereit erklärt hatten, ihre Lebensmittelexporte nach Russland zu steigern. 

    Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am 7. August die Einfuhr einiger Lebensmittel aus den USA, der EU, Kanada, Australien und Norwegen verboten. Diese Länder hatten seit Jahresbeginn in drei Etappen weitgehende Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt. Das einjährige russische Einfuhrverbot gilt unter anderem  für Rind- und Schweinefleisch, Obst, Geflügel, Käse und andere Milchprodukte. Brasilien, Argentinien aber auch viele andere Staaten erklärten sich bereit, als Lückenfüller einzuspringen.

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