04:11 18 Dezember 2017
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    Rathaus von Donezk: Zehn Zivilisten an einem Tag getötet

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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Mindestens zehn Zivilisten sind am Samstag bei den Kämpfen zwischen Militär und Volksmilizen im ostukrainischen Donezk nach Angaben der Stadtleitung getötet worden.

    Mindestens zehn Zivilisten sind am Samstag bei den Kämpfen zwischen Militär und Volksmilizen im ostukrainischen Donezk nach Angaben der Stadtleitung getötet worden.

    „Am 16. August sind zehn friedliche Einwohner bei den Kämpfen in Donezk umgekommen, acht weitere haben Verletzungen erlitten“, teilte das Rathaus der Kohleindustrie-Metropole am Sonntag mit. „Nach den Informationen der Stadteinwohner sind in allen Stadtvierteln Schüsse schwerer Geschützen zu hören.“ Durch den nächtlichen Artilleriebeschuss seien im Stadtbezirk Petrowski Wohnhäuser in sechs Straßen  zerstört worden, so das Rathaus. Bergungskräfte des ukrainischen Katastrophenschutzes räumen die Trümmer auf. Rund 50 Elektrizitätswerke seien beschädigt worden, weshalb die Stromversorgung der Bergarbeitersiedlungen Abakumowo und Trudowskaja vorübergehend ausgefallen sei. Die Reparaturen haben bereits begonnen. Der öffentliche Verkehr arbeite ohne Beeinträchtigung, hieß es.

    Die Gefechte zwischen Militär und bewaffneten Regierungsgegnern am Donezbecken dauern seit April an. Die damalige ukrainische Übergangsregierung hatte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den Februar-Umsturz nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei dem noch immer andauernden Militäreinsatz sind nach UN-Angaben mehr als 2000 Zivilisten getötet und mehr als 5000 weitere verletzt worden. Zudem gibt es in der Ost-Ukraine mindestens 100.000 Binnenvertriebene.

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