14:36 17 Dezember 2017
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    Kiew erkennt russischen 1900-Tonnen-Transport als humanitäre Hilfe an

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    Russische Hilfsgüter für Ost-Ukraine (149)
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    Nach einem mehrtägigen Tauziehen hat die ukrainische Regierung die knapp 1900 Tonnen Güter, die Russland für die Bevölkerung der kriegsgebeutelten Ost-Ukraine geschickt hatte, als humanitäre Hilfe anerkannt und grünes Licht für Einfuhr gegeben. Die Hilfsgüter dürfen nun von Vertretern des Internationale Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) über die Grenze gebracht werden.

    Nach einem mehrtägigen Tauziehen hat die ukrainische Regierung die knapp 1900 Tonnen Güter, die Russland für die Bevölkerung der kriegsgebeutelten Ost-Ukraine geschickt hatte, als humanitäre Hilfe anerkannt und grünes Licht für Einfuhr gegeben. Die Hilfsgüter dürfen nun von Vertretern des Internationale Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) über die Grenze gebracht werden.

    „Laut Artikel 4 und 5 des Gesetzes der Ukraine ‚Über humanitäre Hilfe‘ und entsprechend der Initiative von Präsident Pjotr Poroschenko (…) ist die Fracht als humanitäre Hilfe anzuerkennen“, heißt es in einem Befehl der Sozialministerin Ljudmila Denissowa, der am Samstagabend  auf der Webseite des ukrainischen Kabinetts veröffentlicht wurde. Die insgesamt 1856 Tonnen schwere Fracht beinhalte zwölf Güterarten und dürfe von IKRK-Vertretern durch den Grenzübergang Donezk in die Ukraine transportiert werden.

    Angesichts der andauernden Gefechte zwischen Militär und Volksmilizen in der Ost-Ukraine warnt Russland vor einer humanitären Katastrophe und hat gemeinsam mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz am Montag einen Hilfskonvoi für die betroffenen Regionen geschickt. Am Freitag wurde bekannt, dass der Hilfskonvoi am Grenzübergang „Donezk“ auf der russischen Seite der Grenze auf die ukrainische Zollgenehmigung wartet. Eine Kolonne aus 280 Kamaz-Lkws hatte unter anderem 400 Tonnen Grütze, 100 Tonnen Zucker, 62 Tonnen Kindernahrung, 54 Tonnen medizinische Geräte und Medikamente, 12.000 Schlafsäcke und 69 Kraftwerke geladen. Kiew hatte erst nach Rücksprache mit den USA den Hilfslieferungen zugestimmt, diese jedoch als „PR-Aktion“ beschimpft. Der ukrainische Ernährungsminister Igor Schwaika äußerte am Mittwoch, dass es im Kriegsgebiet keine humanitäre Katastrophe gäbe, weil das Militär gut verpflegt sei.

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