20:30 19 September 2018
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    Der mittlerweile eingestellte Bau der Gaspipeline South Stream (Archivbild)

    South Stream: Bulgarien macht Pause

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    Politik
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    Bau der South-Stream-Pipeline (209)
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    Bulgariens Wirtschafts- und Energieminister Wassil Stonow hat die staatliche Energieholding angewiesen, die Arbeiten am bulgarischen Abschnitt der Gas-Pipeline South Stream einzustellen, berichtete das Ministerium am Mittwoch auf seiner Internetseite.

    Bulgariens Wirtschafts- und Energieminister Wassil Stonow hat die staatliche Energieholding angewiesen, die Arbeiten am bulgarischen Abschnitt der Gas-Pipeline South Stream einzustellen, berichtete das Ministerium am Mittwoch auf seiner Internetseite.

    Grund dafür sei die Nichtübereinstimmung des Projekts mit den Anforderungen der EU-Kommission. Der Abschluss aller Verträge im Zusammenhang mit der Gaspipeline werde auf Eis gelegt, bis das Projekt mit den Anforderungen im Einklang ist, hieß es.

    Über die rund 2400 Kilometer lange Gaspipeline South Stream zwischen Russland und Italien soll Südeuropa mit Erdgas versorgt werden. Das Projekt hat einen geschätzten Wert von 15,5 Milliarden Euro.

    Die ersten Lieferungen sind für 2015 geplant. Ein 900 Kilometer langer Teil der Leitung - zwischen der russischen und der bulgarischen Schwarzmeerküste - wird auf dem Meeresgrund in einer Tiefe von bis zu 2000 Meter verlegt. Die geplante Durchsatzkapazität der Pipeline beträgt 63 Milliarden Kubikmeter im Jahr. Das sind etwa 35 Prozent des gesamten europäischen Gasbedarfs. Die Leitung soll die Abhängigkeit von Transitländern, vor allem von der Ukraine und der Türkei, verringern.

    Für den Bau der Landabschnitte der Pipeline im Ausland hatte Russland bereits Regierungsabkommen mit Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Österreich, Serbien, Slowenien und Ungarn unterzeichnet.

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